Von Seiten der Bundesländer werden viele Pokerrunden, Casinos, Sportwetten und andere Glücksspielangebote im Internet verboten. Meist handelt es sich dabei um Angebote, die von ausländischen Betreibern aus anderen Ländern präsentiert werden, wo diese lizensiert sind. Die Bundesländer geben an, mit den Verboten den Spielerschutz gewährleisten zu wollen, die Glücksspielbranche jedoch unterstellt den Ländern die Gier nach Steuergeldern, denn bisher haben die ausländischen Anbieter in Deutschland keine Steuerabgaben zu leisten.

Bisher wurden bereits über 100 Verbote an ausländische Anbieter ausgesprochen. Nach Angaben der Länder würden diese Verbote erhoben werden, um die Bevölkerung vor schnellen, suchtfördernden Spielformen zu schützen. Da die Verbote jedoch bisher nicht besonders effektiv waren plant die Regierung nun andere Methoden einzusetzen, um das Online Glücksspiel in Deutschland einzudämmen. Im Gespräch ist die Unterbindung des Zahlungsverkehrs zu ausländischen Glücksspielanbietern. Hierbei sollen Banken und Kreditinstitute die Länder unterstützen.

Umsatzrückgang bei staatlichen Anbietern

Auffällig ist, dass die strengeren Regelungen genau jetzt eingeführt werden sollen, nachdem jahrelang scheinbar kein Interesse daran bestand, die Angebote aus dem Ausland zu unterbinden. Die Glücksspielbranche vermutet, dass der Staat die Umsatzrückgänge bei eigenen Angeboten wie Lotto als Grund ansieht, gegen das Online Glücksspiel vorzugehen. Nicht nur das staatliche Lottoangebot leidet unter der Konkurrenz aus dem Internet, auch die Spielbanken in Deutschland verbuchen vermehrt Besucher- und damit auch Umsatzrückgang.