Während die Verschmelzung zwischen dem österreichischen Online Wetten Riesen bwin und dem britischen Glücksspielunternehmens PartyGaming in vollem Gange ist, fordert der Co.-Chef weiterhin eine Liberalisierung des Glücksspielmarktes. Man wolle auf den Markt, so der Co.-Chef.

Inzwischen denkt man bei bwin darüber nach, einzelne Plattformen zu veräußern, da es zum Teil überschneidungen zwischen den beiden Fusionsbeteiligten gibt. Beide Unternehmen denken momentan darüber nach, welche Marken zukünftig die beste Plattform sein werden.

Wahrscheinlich werde man sich auf eine Kombination einigen, so der Co.-Chef. Dass dies auf Kosten von Arbeitsstellen geschehen könnte, liegt auf der Hand. Ob Stellen wegfallen und wie viele das sein werden, hänge auch davon ab, inwieweit man in Österreich willkommen sei.

Ihm sind nicht nur die Steuernachzahlungen von 6 Millionen Euro wichtig, die die Finanzbehörden in Österreich von bwin verlangen, sondern auch auf die Gesetzgebung in Bezug auf das Online Glücksspiel in Österreich. Man könne keinen großen Standort in Österreich unterhalten, wenn man nichts reguliere, so der Co.-Chef.

Die erst vor kurzem realisierte Glücksspiel-Novellierungen befasst sich noch nicht mit dem Online Glücksspiel. Das Beispiel Bundesrepublik zeigt ganz klar, dass ein Verbot von Glücksspiel nicht das Richtige sei, so denkt zumindest bwin. Laut dem Co.-Chef hat das Staatsmonopol seinen Zweck nicht erfüllt.

Vor vier Jahren hatte der staatliche Anbieter von Oddset noch rund 200 Millionen Euro an Steuereinnahmen eingebracht und dies bei einem Gewinn von über 600 Millionen Euro Drei Jahre später nach der Etablierung des Glücksspielvertrages ist der Gewinn auf 182 Millionen geschrumpft. Dieses Jahr ist die Tendenz weiterhin sinkend.

Doch der Co.-Chef zeigt sich schadenfroh, denn das Gute dabei sei ja, dass man es vorhergesehen hat. Deshalb verlangt bwin eine öffnung des Glücksspielmarktes. Wenn man auf den Markt gelangt, könne man die Steuereinnahmen vervielfachen, so der Co.-Chef.

Es sei notwendig, Privatanbietern im Netz eine Chance zu geben, denn die Spieler wollen spielen, doch der Staat bietet weder Poker, Bingo oder andere Online Spiele an. Der Bevölkerung eine bestimmte Ware aufzudrücken, sei aber wenig hilfreich. Italien ist hier laut dem Co.-Chef ein gutes Beispiel für die Regulierung des Glücksspiels.

Hier wurden im letzten Jahr mit dem Online Gaming rund 200 Millionen Euro Steuergelder gemacht. Im folgenden Jahr gehe man dort von rund 400 Millionen Euro aus, denn mittlerweile kamen auch Online Pokerräume und Online Casinos in den Genuss einer Legalisierung in Italien.