Bwin hat vor den italienischen Online Wettanbieter Gioco Digitale aufzukaufen, nach Angaben sollen rund 95 Millionen Euro für diesen Deal fließen. Mit der italienischen Gioco Digitale könnte der österreichische Sportwettenanbieter bwin bald ein Viertel des Online Pokermarktes in Italien dominieren.

Nach eigenen Angaben steht bwin kurz vor der Einigung mit den Eigentümern, 100 Prozent des italienischen Marktführers sollen erworben werden. Gioco Digitale steht für ein Fünftel des italienischn Pokermarktes, bwin kommt auf etwa sechs bis sieben Prozent. Durch einen Abschluss würde bwin, den Marktführer auf dem europäischen Kontinent, auch in Italien stärken.

Bwin hat bisher noch keine Angaben zum Kaufpreis gemacht, der Analyst James Hollins von Daniel Stewart schätzt, das rund 100 Millionen Euro investiert werden sollen. UniCredit-Analystin Katharina Kastenberger hält das jedoch für etwas hoch gegriffen.

„Es wäre ein sehr guter Zukauf“, so Hollins. Seiner Ansicht nach dürfte bwin auch ohne Synergieeffekt bei Kosten und Wetteinnahmen profitabler werden. Katahrina Kastenberger meint, dass dieser Zukauf gut in die Strategie von bwin passt. Außerdem wir bwin dadruch in der italienischen Markteröffnung positiv positioniert. Für die Zukunft wird eine gemeinsame Plattform erwartet, dort werde Bwin Schritt für Schritt weitere Angebote wir Sportwetten platzieren.

Die bevorstehende übernahme von Gioco wurde an der Wiener Börse postitiv aufgenommen. Bwin-Aktien versteuerten sich in einem festerne Umfeld um rund 5 Prozent auf 28,65 Euro.

Laut Hollins könnte der Einstig von bwin bei Gioco ein Anfang der Welle von übernahmen sein. Experten sehen bwin auch als treibende Kraft bei der Konsolidierung des europäischen Online Glücksspielmarktes. In den vergangenen Jahren haben sich die Wiener auch als großer Anbieter von Poker, Casino und anderen Spielen etablieren können. Die Expansionspläne wurden vor kurzem von Vorstand Norbert Teufelberger bekräftigt. Laut Angaben verfügt Bwin über Barreserven von rund 80 Millionen Euro.

Auch die britische PartyGaming WTP Enterprises und deren Plattform hat Ende August World Poker gekaut. Auch 888 stehe nach eigenen Angaben vor einem Zukauf, bisher wurden dazu aber keine näheren Angaben gemacht.