Die rückläufigen Zahlen liegen teilweise zum einen an der Gesetzgebung, da zum Beispiel durch das Rauchverbot in den Spielbanken die Besucherzahlen stark zurückgegangen sind. Zum anderen wird die Konkurrenz aus den Spielhallen und den Online Casinos immer größer. Viele Spieler wandern von den traditionellen Casinos ins Internet ab.

Bei einem umfassenden Angebot und guten Konditionen sowie Gewinnmöglichkeiten nutzen die Spieler der heutigen Zeit die Bequemlichkeit aus, ohne Dresscode von zu Hause oder unterwegs aus mit dem Handy, Tablet oder PC spielen zu können. Anstelle dass die Landespolitiker diese Tatsache endlich einmal realisieren und zusehen, dass das Geschäft mit dem Online Glücksspiel auf politischer Ebene vorangetrieben wird, ignorieren diese die Tatsachen scheinbar vollkommen und halten weiterhin an den Spielbanken fest.

Beim bayrischen Obersten Rechnungshof (ORH) wurde nun bereits die Forderung laut, dass die Entwicklung gestoppt werden müsse. Diese Aussage bezieht sich vor allem auf die Spielbanken, die rote Zahlen schreiben, welche wiederum aus den Staatskassen ausgeglichen werden müssen.

Es verursacht negatives Kopfschütteln, wenn daran gedacht wird, dass die Steuerzahler das Minusgeschäft der Spielbanken ausgleichen müssen. Die bisherigen Versuche, die Situation der Spielbanken zu verbessern, durch Regelungen wie veränderte öffnungszeiten und Personalabbau haben bisher keinerlei Erfolge gebracht. Mit Nachdruck möchte der ORH nun die Schließung einiger Spielbanken umsetzen, um so die Staatskassen zu entlasten.

Währen gleichzeitig über Schließungen der Spielbanken nachgedacht wird, sollen auch die aus dem Boden geschossenen Spielhallen eingedämmt werden. Das gewerbliche Automatenspiel ist eine große Konkurrenz für die Spielbanken. Ob die Eindämmung der Spielhallen tatsächlich helfen wird bleibt derzeit noch abzuwarten. So oder so ist die Forderung vorhanden, dass die Regelungen für die Spielhallen den strengen Regelungen der Spielbanken angepasst werden sollten.

Die Politiker reden die derzeitige Situation unterdessen weiterhin schön. Ausreden, wie das vorantreiben der Spielsuchteindämmung, sollen dafür ausreichen, dass die Steuerzahler die Spielbanken des Landes finanzieren. Aussagen wie diese sorgen nicht gerade für eine besonders positive Stimmung.