Im Zusammenhang mit dem Glücksspiel in Casinos, sind Spielersperren ein immer wichtiger werdendes Thema. Diese Spielersperren können allgemein entweder von Seiten des Casinos ausgesprochen oder durch die Spieler selbst eingeleitet werden. Grund für eine Spielersperre ist in den meisten Fällen die Spielsucht.

So können Spieler sich selbst in Casinos sperren lassen, um so zu verhindern, dass sie im Fall der eigenen Spielsucht weiterhin in Casinos an Automaten zocken. Diese Spielersperren sind nun der Grund dafür, warum sich die Gauselmann-Tochter, die Casino Merkur-Spielothek GmbH, vor Gericht verantworten muss.

Klage gegen Gauselmann durch den Bielefelder Verbraucherschutzverband:

  • spielsüchtige Spieler hatten sich an den Verbraucherschutz gewandt, da die Casino Merkur-Spielothek den Spielern angeblich die Spielersperren verwehrt habe
  • auf die Spieleranfrage wurden die Spielsüchtigen an die Gauselmann-Zentrale in Espelkamp verwiesen
  • Spieler erhielten fehlerhafte Adressen
  • Spielersperren konnten von den Spielern nicht durchgesetzt werden
  • Bielefelder Verbraucherschutzverband verlangt vor Gericht die Anträge auf Spielersperren umzusetzen

Offensichtlich wurde den Spielern, die auf eigenen Wunsch in den Merkur-Spielhallen gesperrt werden möchten, die Spielersperre durch die Casino Merkur-Spielothek GmbH verwehrt. Betroffene wandten sich an den Verbraucherschutz, der das Recht der Spieler nun gerichtlich geltend machen möchte. Im Vorfeld wurde das Unternehmen durch den Verband abgemahnt. Im Anschluss erfolgte ein Gespräch zwischen den beiden Streitparteien, bei welchem es jedoch zu keiner Einigung kam. Daraufhin reichte der Verbraucherschutzverband eine Unterlassungsklage ein.

Keine Stellungnahme von Gauselmann

Bei der Unterlassungsklage handelt es sich um ein aktuelles, schwebendes Verfahren. Dies wurde von Seiten Gauselmanns nun auch als Grund genannt, wieso hier von Seiten des Unternehmens keine Stellungnahme abgegeben wurde. Es wurde sich bisher nur öffentlich geäußert und deutlich gemacht, dass die gestellten Forderungen sind nach der Rechtsauffassung des Unternehmens mit dem geltenden Recht in NRW nicht vereinbar und damit unrechtmäßig seien.

Der Verband bezieht sich jedoch bei der eigenen Argumentation auf das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB), welches dem Landesrecht übergeordnet sei. Demnach müssten die Interessen der Spieler, die sich in den Spielhallen selbst sperren lassen möchten, in jedem Fall berücksichtigt werden, so der Verbraucherschutzverband.