Dies ist ihm auch trotz sinkender Umsätze gelungen, denn das Betriebsergebnis konnte dennoch gesteigert werden. Während die zwölf Spielbanken in Österreich und die Lotterien sehr gute Ergebnisse in 2015 erzielten, so sind die Auslandscasinos und die Automatensalons defizitär, wodurch die Umsätze gesunken sind.

Verkauf erst Ende 2016 oder Anfang 2017

Der Verkauf der Casinos Austria Anteile wurde nun erst einmal aufgeschoben, auch wenn sowohl Novomatic die Kaufverträge für 39,48 Prozent der Casinos Austria und 23,11 Prozent der Tochter Lotterien unterschrieben hat und das tschechische Konsortium einem zusätzlichen Erwerb von weiteren Anteilen zugestimmt hat. Grund für den Aufschub ist das geplante Joint-Venture zwischen den Tschechen und Novomatic, welches aktuell noch auf die Kartellbewilligung warten muss. Hier ist zu beachten, dass die Bewilligungen in zahlreichen Ländern, in denen beide Unternehmen tätig sind, erfolgen müssen. Stoss sind dementsprechend die Hände gebunden, weil er unterdessen keine Vorstöße wagen möchte.

Neuerungen und Altbewährtes

Bei den Casinos Austria sind vorerst in Bezug auf die Auslandsgeschäfte keine großen Veränderungen geplant. Der Verlust sank in den letzten Jahren und so ist Stoss überzeugt davon, dass die Casinos Austria International (CAI) in diesem Jahr schwarze Zahlen schreiben wird. In Kanada und Russland droht das Lotterieverbot, wodurch die CAI hier nicht mehr als Betreiber fungieren könnten, wenn es tatsächlich dazu kommt.

Im Inland hingegen konnten die Casinos Austria große Erfolge verbuchen, die Geschäfte rund um die zwölf Spielbanken laufen laut Stoss äußerst gut. Als Grund hierfür gibt er die Modernisierungen und Renovierungen der einzelnen Standorte an, die in den letzten Jahren getätigt wurden. Hier wurde erst einmal investiert, um dann wieder mehr Umsatz zu generieren, dieser Plan scheint offenkundig aufgegangen zu sein. Auch im Bereich der Spielautomaten mussten die Casinos Austria viel Geld investieren, da viele Geräte ausgetauscht werden müssen, um den Anschluss an das Bundesrechenzentrum (BRZ) möglich zu machen.