Streit um die Trikot-Werbung von Sportwetten-Anbietern

Streit um die Trikot-Werbung von Sportwetten-Anbietern

Trikotwerbung scheint aktuell ein Thema zu sein, über welches gerne diskutiert wird. Vielleicht liegt es daran, dass Trikotwerbung von Sportwettenanbietern bis zur gesetzlichen Klärung des Themas eigentlich erlaubt ist, mit der Ausnahme des Amateur-Bereichs, wo ein Verbot vorherrscht. So können Vereine, die sowohl in der ersten als auch in der zweiten Liga Mannschaften haben, keinen einheitlichen Auftritt gewährleisten. Als Beispiel hierfür gibt es die Mannschaft von Hertha BSC, die als zweite Bundesliga-Mannschaft für „betathome“ wirbt und in der Regionalliga andere Trikots bereitstellen muss.

Erst kürzlich haben zwei Verbände Anträge von Amateur-Clubs abgewiesen, die für Sportwetten-Anbieter werden wollten. Dies sorgte dafür, dass DFB, DFL und DOSB einen gemeinsamen Brief an die Länder formuliert haben. Gefordert wird in diesem Brief eine Reform des Glücksspielstaatsvertrags.

Nachteile für Amateur-Sport

Während die Profi-Klubs den Vorteil nutzen und aus der Werbung für Sportwetten-Anbieter Profit schlagen können, haben die Amateur-Mannschaften nicht diese Chance. Hier wird deutlich, wie unausgeglichen die Übergangslösung ist, wobei es dann wiederum kein Wunder ist, dass hier viele Diskussionen rund um dieses Thema vorherrschen. Gerade kleinere Teams könnten durchaus von der Bewerbung von Sportwetten auf den Trikots profitieren. Der Brief von DFB, DFL und DOSB hat das Ziel, dass der Vorschlag von Hessen realisiert werden wird.

Was beinhaltet der Brief:

  • keine willkürliche Begrenzung auf 20 Konzessionen für Wettanbieter
  • der Aufbau einer Aufsichtsbehörde für das Glücksspiel
  • eine monatliche Verlustgrenze zum Schutz von Spielsucht

Eben diese Ideen enthält der Vorschlag aus Hessen ebenso. Wenn der Glücksspielstaatsvertrag endlich neu organisiert werden würde und die Gesetzgebung verabschiedet werden würde, dann hätten alle Übergangslösungen ein Ende und im besten Fall könnte eine bundeseinheitliche Regulierung gewährleistet werden.

Online-Sportwetten werden nicht mehr geduldet

Online-Sportwetten werden nicht mehr geduldet

Die Situation rund um Online-Sportwetten in Deutschland ist weiterhin prekär. Das Vergabeverfahren für private Anbieter wurde vor geraumer Zeit bereits gekippt. Grund hierfür war die Beschränkung der landesweit auszugebenden Lizenzen auf 20 Stück. Nachdem das Vergabeverfahren gekippt wurde, keimte Hoffnung auf, dass es alsbald eine Regulierung geben würde, die das Angebot von Sportwetten in Deutschland legalisieren könnte.

Bisher ist noch keine bundesweite Legalisierung von Online-Sportwetten erfolgt, jedoch gab es eine Einigung, dass Sportwettenangebote in Hessen zumindest geduldet werden sollte, bis eine ordnungsgemäße Regulierung eingeleitet wurde. Diese Duldung soll nun auf Eis gelegt werden.

Wieso die Duldung auf Eis gelegt wurde?

  • Eilrechtsschutzverfahren von Seiten des VG Wiesbaden
  • Beschluss des VG Wiesbaden sorgt für Aussetzung des Duldungsverfahrens in Hessen
  • in einer obergerichtlichen Klärung soll Klarheit geschaffen werden
  • Duldungsverfahren in Hessen gilt hierbei als Musterverfahren

Tauziehen um den deutschen Sportwettenmarkt

Nachdem die einstige Regulierung und das Vergabeverfahren gekippt wurden, bestand auf allen Seiten Hoffnung, dass es zu einer politischen Einigung und damit verbunden zu einer Lösung in Bezug auf den deutschen Sportwettenmarkt kommen könnte. Diese Einigung ist jedoch weiterhin nicht in Sicht. Es wird bereits von einem Tauziehen um den deutschen Sportwettenmarkt gesprochen. Eine bundeseinheitliche Lösung scheint in weite Ferne gerückt zu sein. Unterdessen boomt der illegale Online-Glücksspiel-Markt. Ob die Regulierung weiterhin weggeschoben werden sollte ist hierbei fraglich, denn eine Regulierung, in welche Richtung auch immer, würde vor allem Klarheit schaffen und im Besten Fall für Einheitlichkeit sorgen.

Zusammenschluss im Sportwettenbereich

Zusammenschluss im Sportwettenbereich

In der Sportwettenbranche wurde ein neuer Deal beschlossen. Hierbei geht es um den deutschen Automatenkonzern Gauselmann Gruppe, der sich mit dem neusten Deal an den Branchenriesen Novomatic heranwagt. Bei dem Deal geht es um eine Übernahme. Der Anbieter Cashpoint, der zur deutschen Gauselmann-Gruppe gehört, hat den kleinen Konkurrenten Wettpunkt übernommen. In Zusammenarbeit sollen in Zukunft insgesamt rund 100 Filialen betrieben werden. Mit dem gemeinsamen Betrieb wird die Marke Wettpunkt in Zukunft gänzlich verschwinden.

Fakten zu Wettpunkt:

  • Eigentümer Hannes Bohinc verkaufte vor fünf Jahren Wettpunkt an einen russischen Oligarchen
  • Gauselmann übernahm nun die Büros von dem Russen
  • Wettpunkt betreibt rund 25 Filialen hauptsächlich in Wien

Cashpoint als die Nummer Zwei

In Österreich sorgt Cashpoint nun mit dem Zusammenschluss dafür, dass man näher an den Marktführer Novomatic herankommt. Man nähert sich an, bleibt dabei jedoch trotzdem die Nummer zwei. Novomatic hat sich auch in Deutschland einen großen Bekanntheitsgrad erarbeitet. So bietet der niederösterreichische Glücksspielkonzern in Deutschland verschiedene Highlights unter der Marke Löwen Entertainment an. Während die Konkurrenten in Bezug auf Spielhallen noch getrennt voneinander agieren, so haben die Unternehmen sich im Bereich der Spielbanken für die Zusammenarbeit entschieden. Hier arbeiten die Unternehmen zusammen, seit Gauselmann zum Jahresanfang bei der Berliner Spielbank eingestiegen ist, wo Novomatic als Eigentümer mit den meisten Anteilen gilt.

Gauselmanns Franchisekonzept für Cashpoint

Cashpoint ist eine bekannte Sportwettenkette, die bereits vor etwa 20 Jahren gegründet wurde. Im Jahr 2005 wurde Cashpoint von Gauselmann übernommen. Mit der Übernahme von Cashpoint etablierte Gauselmann hierfür ein umfassendes Franchisekonzept. Der ehemalige Gründer von Cashpoint, Münzker, ist auch heute noch größter Franchisenehmer des Unternehmens. Das Konzept des Unternehmens sieht vor, dass das Angebot nicht nur in den Wettlokalen zur Verfügung gestellt wird, sondern auch im Internet.

Neues Lizenzierungsverfahren für Sportwettenanbieter

Neues Lizenzierungsverfahren für Sportwettenanbieter

Nachdem es lange Zeit Uneinigkeit gab und die Regulierung durch den Glücksspielstaatsvertrag gescheitert ist, scheint es nun einen entscheidenden Schritt voranzugehen. Geplant war es bereits vor Jahren den Markt für private Online Sportwettenanbieter zu öffnen, allerdings nur für eine begrenzte Anzahl an Anbietern. Diese Regulierung ist gescheitert. Bei der Ministerpräsidentenkonferenz wurde nun entschieden, die Anzahl der Lizenzen in Zukunft nicht mehr zu begrenzen. So ist es allen privaten Anbietern möglich, unter bestimmten Voraussetzungen eine Lizenz für den Deutschen Online Glücksspiel Markt zu erhalten.

Aufgehobene Begrenzung

Bisher war die Lizenzvergabe nur eingeschränkt geplant. In der Vergangenheit sollten lediglich 20 Lizenzen für Sportwettenanbieter vergeben werden. Das Verfahren war erfolglos und letztendlich blühte der illegale Online Glücksspiel Markt auf. Mit der neuen Regelung des Glücksspielstaatsvertrags soll hier vorgebeugt werden. In Zukunft ist die Anzahl der Lizenzen, die an Sportwettenanbieter ausgegeben werden sollen, nicht mehr begrenzt.

Neben dieser Entscheidung haben sich die Ministerpräsidenten der Länder zudem darauf geeinigt, dass geprüft werden soll, welche Maßnahmen gegen illegale Online Glücksspiel Anbieter ergriffen werden können. Der Spielerschutz soll vorrangig gewährleistet werden, daher ist es wichtig, einen legalen und kontrollierten Markt zu schaffen. Hierfür muss zuerst einmal eine Analyse des aktuellen Marktes vorgenommen werden. Darüber hinaus waren Mindesteinsätze und Mindestverluste ebenso im Gespräch wie eine bundesweite Sperrdatei. Für den Kampf gegen das illegale Glücksspielangebot sollen die obersten Aufsichtsbehörden zuständig sein. Hier wird nun erwartet, dass von Seiten der Aufsichtsbehörden Vorschläge unterbreitet werden, wie der Vollzug gegenüber illegalen Online Glücksspielangeboten verbessert werden kann.

Einführung eines qualitativen Erlaubnisverfahrens für Sportwettenanbieter

Einführung eines qualitativen Erlaubnisverfahrens für Sportwettenanbieter

Mit der Ministerpräsidentenkonferenz wurde einiges in Bezug auf den Glücksspielstaatsvertrag und die Regulierung von privaten Sportwetten ins Rollen gebracht. Die Einigung der Ministerpräsidenten sorgte nun auch beim Deutschen Sportwettenverband (DSWV) für Freude. Bei der Ministerpräsidentenkonferenz konnten die Politiker aller Länder sich auf einige Punkte einigen.

So soll es nun eine reformierte Glücksspiel- und Sportwettenregulierung in Deutschland geben. Nachdem der Glücksspielstaatsvertrag zuletzt gescheitert war und die Liberalisierung nicht erfolgte, sind in der Vergangenheit immer mehr illegale Anbieter auf dem deutschen Glücksspielmarkt erfolgreich gewesen. Mit der neuen Reform sollen nicht nur einheitliche Regulierungen geboten werden, sondern auch der Kampf gegen das illegale Online Glücksspiel soll verstärkt aufgenommen werden.

Für den DSWV ist es wohl besonders erfreulich, dass die Ministerpräsidenten sich dazu entschieden haben, die Anzahl der auszugebenden Lizenzen für private Sportwettenanbieter nicht mehr zu begrenzen. In der Vergangenheit wurde die Anzahl der Lizenzen auf 20 begrenzt, was für viele Diskussionen gesorgt hatte und am Ende gescheitert ist. Die Nicht-Begrenzung sei ein guter Schritt in die richtige Richtung, so heißt es von Seiten des DSWV.

Den Worten werden schnell Taten folgen

Der Optimismus ist ganz auf der Seite des DSWV. Hier ist man so zufrieden mit den Entscheidungen, dass nun auch Hoffnung besteht, dass die Beschlüsse in absehbarer Zeit in die Tat umgesetzt werden. Die Hoffnung liegt auch darin, dass in Bezug auf die Regulierung in Deutschland Rechtssicherheit geschaffen wird, indem ein echtes Erlaubnissystem eingeführt wird. Der DSWV hofft nun auf eine konsequente Umsetzung von Seiten der Politiker. Wenn auf die Beschlüsse bald die neue Gesetzgebung in Form des neuen Glücksspielstaatsvertrags folgen wird, steht einer Regulierung quasi nichts mehr im Weg.

Ist der Erfolg bei Sportwetten Glückssache?

Ist der Erfolg bei Sportwetten Glückssache?

Viele Fans von Sportwetten werden sich sicherlich schon einmal diese Frage gestellt haben. Braucht man nur Glück, um mit Sportwetten erfolgreich sein zu können oder hilft Fachwissen dabei, durch Sportwetten Gewinn zu generieren?

Während Sportwettenanbieter Sportfans versuchen zu motivieren, indem sie deutlich machen, dass Fachwissen bei dem Setzen von Sportwetten helfen soll, erfahren die Mitarbeiter des Arbeitskreises gegen Spielsucht e.V. ganz andere Dinge. Hierbei geht es um Spieler, die Hilfe suchen, da sie durch Sportwetten in eine materielle oder soziale Notlage gerutscht sind. Dies zeigt deutlich die Kehrseite der Medaille auf und lässt daran zweifeln, ob Fachwissen wirklich dabei helfen kann mit den Sportwetten Erfolg zu haben.

Genau dieser Widerspruch ist es, der dazu geführt hat, dass nun eine Umfrage in Bezug auf Sportwetten in Verbindung mit Fachwissen durchgeführt werden soll. Initiiert wird die breit angelegte Fragebogenaktion von dem Arbeitskreis gegen Spielsucht e.V. Mit der Umfrage soll herausgefunden werden, in wie weit Fachwissen bei Sportwetten tatsächlich hilfreich sein kann und ob sich dies auch in der Realität bewahrheitet. Neben diesem Ziel soll zudem herausgefunden werden, welche Motive Spieler verfolgen, die an Sportwetten teilnehmen. Verfolgen Spieler hierbei nur das Ziel einen Gewinn zu generieren oder geht es nebenbei außerdem um Vergnügen für die Zocker?

Welche Fragen sollen mit Hilfe der Umfrage beantwortet werden?

  • Was sind die Motive für die Teilnahme an Sportwetten?
  • Hilft Fachwissen den Spielern, um bei Sportwetten einen Gewinn zu generieren?
  • Selbsteinschätzung des eigenen Sportwissens

Neben den gestellten Fragen geht es außerdem darum, etwas mehr darüber herauszufinden, wie das Fachwissen bei dem tippen von Sportwetten hilft. Hierzu sollen die Teilnehmer der Umfrage die 27 Bundesliga-Partien des 9. bis 11. Spieltages zu tippen. Hierbei wird in diesem Zusammenhang natürlich kein Geldgewinn in Aussicht gestellt. Die Tipps sollen dazu dienen, herauszufinden, welcher der Befragten erfolgreicher ist: der Spieler mit Fachwissen oder der Spieler ohne Fachwissen.

Für den Arbeitskreis gegen Spielsucht e.V. ist es demnach besonders wichtig, dass sowohl Fußballexperten an der Umfrage teilnehmen, als auch Spieler, die keinen oder wenig Bezug zum Fußball haben. Durch die unterschiedlichen Teilnehmer hat der Arbeitskreis dann die Möglichkeit, die verschiedenen Spieler und deren Erfolg oder Misserfolg miteinander zu vergleichen.