Zahlreichen Betreibern droht das Aus, kein Wunder dass diese sich nun gegen die Gesetzgebung zur Wehr setzen wollen. Paul Gauselmann ist in Deutschland als einer der größten Automatenbetreiber bekannt. Nicht nur, dass der Unternehmer zahlreiche Spielhallen betreibt, auch fällt darunter die erste Spielhalle, die es in Deutschland überhaupt gab. Durch die neue Gesetzgebung droht eben dieser Spielhalle nun die Schließung, denn das Gesetz sieht einen Mindestabstand zwischen den Spielhallen vor. Das Los entscheidet darüber, welche der Spielhallen bestehen bleiben und welche schließen darf.

Fakten zum Automatenspiel:

– 1,5 und zwei Millionen Menschen zocken

in Deutschland

– mehr als 316 000 der Geräte

gibt es in Deutschland

– der Umsatz mit den Automaten hat sich

seit 2005 annähernd vervierfacht

– aktuell gibt es etwa 9000

Spielhallen-Konzessionen im Bundesgebiet

-5,8 Milliarden Euro Umsatz wurden im

vergangenen Jahr an Geldspielgeräten in Deutschland gemacht Aktuell befinden sich die Spielhallen noch unter der Schonfrist, welche allerdings spätestens in einem Jahr enden wird. Dann droht vielen der Spielhallen die Schließung.

Die Kommunen stellen sich bereits auf eine Klagewelle von Seiten der Betreiber ein, schätzungsweise werden Hunderte bis Tausende Verfahren erwartet.

Die Gesetzgebung sieht folgende Regelungen vor:

– Mindestabstand zwischen den Spielhallen

– Größe des

Mindestabstands regelt jedes Land für sich

– Verbot von Mehrfachkonzessionen

– pro Spielhalle sind nur 12 Spielgeräte

gestattet

Sorgt die Gesetzgebung nun tatsächlich für mehr Spielerschutz und eine Absenkung der Suchtgefahr?

Diese Frage stellen sich natürlich Spieler, Betreiber und auch die Suchtforscher. Experten sind überzeugt davon, dass eine Reduktion der Spielgeräte langfristig dazu führen wird, dass die Nachfrage sinkt. Hierbei ist es besonders wichtig, dass die Reduktion der Spielgeräte durchgesetzt wird und illegale Anbieter in Zukunft keine Chance haben. Ob die Gesetzgebung dies bewirken kann ist allerdings unklar.

Im ersten Schritt soll in jedem Fall vorrangig die Reduktion der Spielgeräte realisiert werden, sehr zum Leidwesen der Betreiber. Doch nicht nur die Betreiber haben Angst um die eigene Existenz, auch werden Losentscheide darüber bestimmen, ob die Angestellten in den Spielhallen ihren Arbeitsplatz behalten dürfen oder sich einen neuen Job suchen müssen.