Die Lizenz war an die Bedingung geknüpft, dass das Spielangebot ausschließlich für Spieler aus dem nördlichen Bundesland zur Verfügung stehe. Der Anbieter schaltete Werbung, in welcher er mit dem Slogan "das erste legale Online Casino Deutschlands" für Aufruhr sorgte.

Recht vor dem Oberverwaltungsgericht Münster

Die Konkurrenz kritisierte, dass der Anbieter mit diesem Werbeslogan bundesweit für sein Online Casino werbe, obwohl die Lizenz ausschließlich für das Angebot in Schleswig-Holstein gelte. Da der Anbieter dies auch in der Werbung berücksichtigte und deutlich machte, dass ausschließlich Spieler mit Wohnsitz in dem nördlichsten Bundesland in dem Online Casino spielen durften, wäre eigentlich alles in Ordnung gewesen. Allerdings war die Konkurrenz nicht untätig und beschwerte sich, dass es ihnen möglich gewesen sei, sich auf der Plattform zu registrieren, obwohl als Wohnsitz eine andere Stadt, außerhalb von Schleswig-Holstein, angegeben wurde.

Die Bewerbung des Online Angebots von OnlineCasino Deutschland wurde in Nordrhein-Westfalen verboten. Das Verbot wurde ausgesprochen, bevor bemerkt wurde, dass der Fake-Account der Konkurrenz einige Tage später geschlossen wurde, weil die erforderlichen Kriterien nicht erfüllt wurden. Insgesamt wurden seit Betrieb immerhin schon 490 Spielerkonten aus Nordrhein-Westphalen geschlossen.

Dem Unternehmen wurde ein Betriebsstopp aufgezwungen, welcher erst durch das Oberverwaltungsgericht Münster wieder aufgehoben wurde. Nun sei zu überprüfen, ob die Maßnahmen der Spielerüberprüfung in dem Online Casino ausreichend seien, um in dieser Sache weitere Entscheidungen zu treffen, so heißt es von Seiten des OVG Münster.