In einem Interview erklärt der Pokerspieler, dass der Erfolg ihn dazu bringe, immer wieder neue Herausforderungen anzunehmen. Das Pokerspiel bietet dem Spieler immer wieder neue Herausforderungen. So sieht er das beliebte Kartenspiel selber sowohl als Geschicklichkeits- als auch als Glücksspiel an. Beim Poker handle es sich nach seiner Aussage dann um ein Geschicklichkeitsspiel, wenn er als Spieler seinen Gegnern überlegen ist. Wenn er jedoch gegen Gegner spiele, die sich spieltechnisch auf Augenhöhe befinden, handle es sich bei dem Kartenspiel ausschließlich um ein Glücksspiel, so seine Aussage.

Auch zu der aktuellen Rechtslage in Bezug auf das Glücksspiel hat Michael Keiner eine klare Meinung. In Bezug auf das Pokerspiel sei die Regulierung zweifelhaft. Pokergewinne müssen nach Aufforderung des Staats versteuert werden, Verluste werden nicht zurückerstattet und letztendlich ist Poker nach Angaben des Staates als Glücksspiel illegal. Hier passe die Herangehensweise laut Keiners Aussage überhaupt nicht zusammen. Auch zum Thema Glücksspielmonopol, hat der Pokerspieler eine klare Meinung. Nach seiner Aussage handle es sich bei dem Glücksspielmonopol um ein rechtswidriges System.

Der Staat dürfe das Monopol nur erhalten, wenn dieses dem Spielerschutz diene. Bisher ist dem Staat immer eine Rechtfertigung gelungen, vor dem Europäischen Gerichtshof ist der Staat jedoch bereits mehrfach gescheitert. Die Behandlung von Spielhallen und Spielbanken sei ungleich und nicht rechtmäßig, denn während die Spielbanken sogar Alkohol ausschenken dürfen, ist es den Spielhallen nicht einmal gestattet kostenloses Fingerfood zu verteilen.

Beraubung der persönlichen Entscheidungsfreiheit

Das Vorhaben des Staates durch Spielerschutz und Suchtprävention den natürlichen Spieltrieb der Bevölkerung einzudämmen und in geordnete Bahnen zu lenken sei laut Keiners Aussage eine Beraubung der persönlichen Entscheidungsfreiheit. Seiner Meinung nach, sei die Absicht des Staates an dieser Stelle überhaupt nicht mit dem Grundgesetz vereinbar, denn wer legt fest, wann die geordneten Bahnen erreicht sind?

Auch in Bezug auf den Glücksspielstaatsvertrag werde der Staat nach Keiners Aussage zu Recht kritisiert. Er halte das gesamte Verfahren für eine wirkungsvolle Methode Zeit zu gewinnen, um das Monopol aufrecht zu erhalten. Das eigentliche Ziel, den Spieler zu schützen und das gleiche Recht für alle in Bezug auf das Glücksspiel herbeizuführen, bleibe hierbei links liegen.

(Bildquelle:focus.de)