Doch damit nicht genug, mussten einige Angestellte ihren Arbeitsplatz räumen, da Personaleinsparungen vorgenommen wurden und der Mann, der den ganzen Umbau eingeleitet hat, der Direktor des Casinos, hat freiwillig seinen Posten verlassen.

Im Grand Casino Basel wird zusätzlich neben dem neuen Erscheinungsbild, ein etwas anderes Konzept verfolgt. Der Umbau sollte bewirken, dass die Spielbereiche zusammengelegt werden und der gesamte Glücksspielbereich sich nun näher an den Shows und dem Entertainmentprogramm befindet.

Der ehemalige Automatenbereich glänzt nun nicht mehr nur noch durch die beliebten Spielautomaten, sondern die Gäste finden hier nun auch die verschiedenen Tischspiele, Seite an Seite mit dem Automatenangebot. Mit diesem neuen Erscheinungsbild verloren allerdings auch gleichzeitig 20 Angestellte ihren Arbeitsplatz und mussten Entlassungen hinnehmen.

Der neu gestaltete Spielbereich wurde am vergangenen Dienstag im Untergeschoss des Grand Casinos Basel präsentiert und neu eröffnet. Die Initiatoren wollen durch die Zusammenlegung der Spielbereiche erreichen, dass sowohl das Tisch- als auch das Automatenspiel sich besser mit den Entertainmentangeboten kombinieren lässt. Das neue Konzept des Flughafencasinos soll unter dem Namen "Swiss Las Vegas" erfolgreich werden, auch wenn hierzu direkt am Dienstag vier der insgesamt 48 Croupiers an den Tischen ihre Kündigung erhielten.

Eingeleitet wurden diese Veränderungen und die neuen Pläne durch den ehemaligen Direktor Timothy Cullimore. Er hatte den Auftrag zur Veränderung von Seiten des Verwaltungsrats erhalten und diesen Auftrag auf diesem Weg umgesetzt. Seinen Posten hat er jedoch nun, da das Flughafencasino im neuen Kleid erscheint, abgegeben und wurde durch den neuen Casino Direktor Marcel Wenger ersetzt.

Wenger arbeitet vorab als Vize-Direktor und versucht nun die Neueröffnung des Casinos nach bestem Wissen und Gewissen umzusetzen. Seiner Angabe nach, war es vorher bereits festgelegt, dass Cullimore nur die vorübergehende Leitung des Casinos übernimmt und Wenger den Posten grundsätzlich übernehmen sollte.

Im Interview versucht der frischgebackene Casinodirektor die Entlassungen der Mitarbeiter zu rechtfertigen. Er spricht von natürlicher Fluktuation und dem Versuch, den Abbau mit so wenig Schaden wie möglich von Statten gehen zu lassen. Es wurden keine genauen Zahlen bekannt gegeben, anonymen Informationen zu Folge wurden bereits 20 der insgesamt 200 angestellten Mitarbeiter entlassen und im Verwaltungsrat ist die Rede von gestaffeltem Personalabbau, da eine Anpassung an den Geschäftsgang erfolgen müsse. Gleichzeitig wird der Personalabbau mit der schlechten Wirtschaftlichen Lage und dem schlechten Eurowert gerechtfertigt.

Wie jedes andere Casino auch habe auch das Grand Casino Basel mit Besucherrückgang zu kämpfen. Auch wenn dieser laut dem neuen Direktor noch nicht so einschneidend sei, so konnte in der Vergangenheit dennoch festgestellt werden, dass die Umsätze anhand niedrigerer Einsätze drastisch gesunken seien.

Die Zusammenlegung der Glücksspielbereiche soll der erste Schritt in Richtung positiver Zukunft sein. Für die frei gewordene Spielfläche existieren laut Wenger bereits Pläne, die jedoch vorerst noch geheim gehalten werden sollen. Das neue Konzept sieht in jedem Fall vor, dass die frei gewordene Fläche neu genutzt werden soll.