Viele Spielsüchtige haben jedoch einiges gemeinsam, hierbei geht es um folgende Punkte:

– Schulden

– Schicksalsschläge

– Drang nach Adrenalin beim Spielen

– Lügengeschichten

– Verlust von Familie

– Verringerung sozialer Kontakte

– teilweise Existenzverlust

– teilweise kriminelle Handlungen

Viele Spieler bauen sich eine Art Doppelleben auf. Auf der einen Seite sind sie Stammgäste in den Spielhallen, auf der anderen Seite das Vorspielen eines normalen Lebens zu Hause. Beim Spielen werden Glücksgefühle bei vielen Spielern ausgeschüttet, meistens geht es gar nicht um das Gewinnen am Anfang, doch schnell ändert sich dies. Sobald mehr und mehr Verluste eingefahren werden, sorgen sich die Spieler um das verlorene Geld und spielen weiter, um die Verluste durch Gewinne wieder wettzumachen. Diese Gewinne treten doch langfristig in den meisten Fällen nicht ein, denn der einzige Gewinner bei diesem Spiel ist der Betreiber der Spielhalle.

Hilfe in der Therapie

Die Spieler kommen meistens selbst zu dem Punkt, an dem sie nicht mehr weiter wissen und sich aufgrund dessen Hilfe suchen. Hierzu bieten sich die Suchtberatungsstellen an, die den Spielern und Angehörigen Hilfe anbieten und auch für Informationen und Präventionsangeboten rund um die Themen Spielsucht und Glücksspiel bieten. Gründe für Spielsucht sind meist vielfältig, hier können Langeweile, wenig soziale Kontakte oder fehlende Glücksgefühle eine Rolle spielen.

All das finden die Spieler vermeintlich in den Automaten. In den Spielhallen finden die Spieler eine Art zu Hause, Gleichgesinnte als Freunde und das Glücksgefühl an dem blinkenden und klappernden Automaten. Bei der Suchthilfe gibt es Selbsthilfegruppen, in denen die Betroffen sich austauschen und gemeinsam über Erlebtes sprechen können. Dies ist in vielen Fällen besonders hilfreich, da die Spieler sich verstanden fühlen und so die Kraft finden, um sich aus der Sucht zu befreien.