Die Casinos Austria bleiben nach den letzten Entscheidungen weiterhin konkurrenzlos auf dem österreichischen Glücksspielmarkt. In Österreich haben die Casinos Austria das Monopol, denn sie verfügen über die einzige Lizenz für den Betrieb von Spielbanken. Novomatic gilt als einer der größten Konkurrenten für die Casinos Austria und das Unternehmen hatte gehofft mit der tschechischen Sazka Group bei den Casinos Austria einzusteigen, aber das Kartellgericht hatte dies untersagt. Dadurch bleibt das Monopol der Casinos Austria weiterhin bestehen. Derzeit ist noch unklar, ob die Lizenzausschreibung erneut durchgeführt werden soll oder wie in Bezug auf die Situation den österreichischen Glücksspielmarkt betreffend vorgegangen werden soll. Es ist in jedem Fall nicht vor dem Jahr 2018 mit weiteren Entwicklungen in dieser Hinsicht zu rechnen.

Monopolstellung in der Kritik:

  • 2011, ein Jahr vor der Lizenzausschreibung, wurde die Spielbankenabgabe von 48 auf 30 Prozent gesenkt
  • nach Verlusten erwirtschaftete der Konzern 2011 ein Betriebsergebnis von 18,9 Mio. Euro
  • Staat verzichtete seit 2011 auf Steuereinnahmen von rund 150 Mio. Euro

Subventionen für Glücksspielmonopol

Kritisiert wird vor allem, dass durch die Monopolsituation vom Staat auf Steuereinnahmen verzichtet wird. Offensichtlich subventioniert der Staat die Monopolstellung der Casinos Austria noch zusätzlich. Der Staat besitzt 33,24 Prozent an den Casinos Austria. Genau dies könnte auch der Grund dafür sein, wieso der Staat gar nicht so interessiert daran ist, Lizenzen an andere Unternehmen zu vergeben.

Doch nicht nur der Steuerverzicht ist in der Kritik, auch wird dem Staat unterstellt, dass der Staat dem Glücksspielkonzern dabei Hilft, das Unternehmen voranzutreiben. Auch wird daran gezweifelt, dass die Spielbankenabgabe dem Staat auf diesem Weg tatsächlich zu Gute kommt. Die Spielbankenabgabe wird anhand der Bruttospielerträge berechnet, die jedoch von den Casinos Austria bereits ab 2011 nicht mehr gesondert ausgewiesen werden. Werden die Spielbankenabgaben gar nicht gezahlt von dem Monopolisten?