Dennoch sind es noch immer Schätzungen zufolge 438.000 Menschen in Deutschland, die als spielsüchtig gelten. Das Glücksspiel hat somit zwar nachgelassen bzw. bei den Spielern an Reiz verloren, jedoch ist zum Einen die Spielsucht immer noch stark vorhanden und zum Anderen gilt diese Feststellung der Studie nicht für Glücksspiele an Geldautomaten. Hier ist, im Vergleich zu den anderen Glücksspielen wie Lotto und traditionellem Spiel, weiterhin Wachstum zu bemerken.

Für die Studie wurden insgesamt etwa 11.500 Menschen befragt. Diese befanden sich im Alter zwischen 16 und 65 Jahren. Das Ergebnis zeigt auf, dass etwa vier Fünftel der Deutschen mindestens einmal im Leben bereits Glücksspiel ausprobiert haben. Während an dieser Stelle 78,8 Prozent schon ziemlich hoch sind, zeigt die Studie aber auch gleichzeitig auf, dass das Interesse am Glücksspiel bei den Spielern zumindest in den vergangenen 12 Monaten nachgelassen hat. Die Anzahl derjenigen, die im Laufe des vergangenen Jahres mindestens einmal dem Glücksspiel nachgegangen sind, ist stetig gesunken. Der Rückgang liegt etwa bei mehr als zehn Prozent. Vor allem bei den Lotterien ist dieser Rückgang deutlich zu spüren.

Während der Rückgang beim Lotto sehr deutlich ist, ist der Anstieg der Spieler im Bereich des Automatenspiels deutlich zu erkennen. Beim Automatenspiel gibt es eine Gruppe, die besonders anfällig ist für dieses moderne Glücksspiel. Bei dieser Gruppe handelt es sich vorrangig um junge Männer im Alter zwischen 18 und 20 Jahren. Die Anzahl der Spieler, die mindestens einmal ihr Glück an einem Spielautomaten versucht haben, hat sich im Laufe der letzten sieben Jahre etwa vervierfacht.

Bei diesem rapiden Anstieg der Spieleranzahl in der Automatenindustrie werden vor allem Suchtexperten hellhörig. Den Spielern an Spielautomaten wird nachgesagt, dass diese besonders anfällig sind für ein auffälliges Spielverhalten. Oft tritt der Fall ein, dass wenn erst einmal mit dem Zocken am Automaten begonnen wird, auch nicht mehr so schnell damit aufgehört werden kann. Ohne es zu bemerken verfallen die Spieler auf diese Art und Weise der Sucht. Neben den jungen Spielern, sind vor allem Spieler die arbeitslos sind oder einen Migrationshintergrund haben laut der Studienergebnisse besonders gefährdet.