Bei der Anziehungskraft alleine bleibt es jedoch meistens nicht, sondern die Spieler verlieren viel Geld an den Spielgeräten und manchmal auch sich selbst. Das Suchtpotenzial in Spielhallen ist groß, dementsprechend stellen die Spielautomaten eine große Gefahr für die Berliner dar. Genau aus diesem Grund wurde im Jahr 2011 ein Spielhallengesetz verabschiedet, welches deutschlandweit als das strengste gilt. In diesen Tagen wird bereits davon geredet, dass dies nur der erste Schritt gewesen sei und die Gesetzgebung noch einmal überarbeitet werden soll. Das bereits strengste Gesetz soll verschärft werden, um so im Kampf gegen die Spielhallen weitere Erfolge verbuchen zu können.

Für Spielhallenbetreiber in Berlin brechen harte Zeiten an

Nachdem das strenge Gesetz im Jahr 2011 verabschiedet wurde, wurde das Geschäft für die Spielhallenbetreiber immer schwerer. Allerdings im ersten Schritt vorrangig für diejenigen, die über die Eröffnung einer neuen Spielhalle nachdachten. Hierbei kamen bereits die strengen Regelungen zum Einsatz. Die Betreiber, die bereits über Konzessionen verfügten, hatten erst einmal nichts zu befürchten, erst in diesem Jahr brechen harte Zeiten für diese an. Von damals 58 Spielhallen sind heute noch 47 in dem Bezirk Spandau geöffnet, die Zahl soll mit dem Auslaufen des Bestandschutzes Ende Juli noch weiterhin sinken. Wie können die Spielhallenbetreiber ihren Betrieb vor Ort aufrechterhalten?

– Beantragung einer neuen Konzession bis zum 5. Juli 2016

– Ordnungsamt prüft, ob ein Sachkundenachweis vorliegt und ob die Abstände zu anderen Spielhallen und zu Schulen eingehalten werden

– künftig darf ein Standort nur noch eine Spielhalle beherbergen

– bis zum 31. Juli 2016 wird der aktuell noch bestehende Bestandsschutz erlöschen

Es wird davon ausgegangen, dass in Spandau weitere Spielhallen schließen müssen. Mit der Gesetzgebung erlangen Regelungen Gültigkeit, die das Leben der Betreiber deutlich schwerer machen werden. Zu diesen Regelungen zählen folgende:

– Mindestabstandumsetzungsgesetz

– häufigere Kontrollen

– Bußgeld wird von 50.000 auf 500.000 Euro verzehnfacht

– Automaten für Bargeldabhebung in und an der Spielhalle sind künftig verboten

– landesweites Sperrsystem für Spielsüchtige

– Werbung im Schaufenster und im Umfeld ist untersagt

– Imbisse mit Geldspielautomaten müssen ihre Geräte auf zwei reduzieren

Politiker gehen davon aus, dass diese strengen Regelungen dazu führen werden, dass die Anzahl der Spielsüchtigen, die bereits bei 50.000 Personen in Berlin liegt, sinken wird. Darüber hinaus hoffen die Politiker, dass sich langfristig auch das Stadtbild verschönern wird. Für die Betreiber hingegen bedeuten die Regelungen in vielen Fällen, dass sie ihr Geschäft aufgeben müssen und manchmal sogar die eigene Existenz verlieren.