Glücksspiel erfreut sich vielerorts großer Beliebtheit. Vor allem das Zocken an Spielautomaten scheint es den Glücksspielfans angetan zu haben. Allein im Rhein-Gebiet haben die Spieler im vergangenen Jahr rund 35 Millionen Euro an den Geldspielgeräten verloren. Für die Region bedeutet dies Steuereinnahmen in Höhe von 4,7 Millionen Euro. Gleichzeitig jedoch sind die Zahlen derjenigen Spieler, die spielsüchtig oder suchtgefährdet sind, alarmierend. Die Nachfrage von Seiten der Spieler ist hoch, daher ist es kaum verwunderlich, dass sich die Anzahl der Spielgeräte in den Spielhallen seit dem Jahr 2006 fast verdoppelt hat.

Zahlen aus den Städten im Rhein-Kreis:

  • Neuss: von 200.000 Euro im Jahr 2006 stieg die Summe bis 2016 auf 2,1 Millionen Euro an
  • Grevenbroich: 750.ooo Euro Steuereinnahmen im Jahr 2016
  • Dormagen: 866.000 Euro Steuereinnahmen im Jahr 2016
  • Kaarst: in 2016 flossen 425 000 Euro in die Stadtkasse

Größeres Angebot erhöht die Anzahl der Spielsüchtigen

Während die Steuereinnahmen und die Anzahl an Spielautomaten gestiegen sind, stieg gleichzeitig auch die Anzahl an krankhaft spielsüchtigen und spielsuchtgefährdeten Spielern. Dieser negative Effekt alarmiert die Suchtberatungsstellen. Das Angebot ist größer geworden, hier stieg gleichzeitig natürlich auch die Nachfrage. Es kann fast immer und überall an Spielautomaten gezockt werden, die Spielsuchtgefahr wird dadurch jedoch nicht geringer. Das Angebot ist außerdem nicht nur mehr geworden, sondern auch umfassender. Während ein Automat vor ein paar Jahren noch ein Spiel angeboten hat, gibt es heute zahlreiche Spielautomaten mit dem Angebot von unterschiedlichen Spielen. Dies macht die Spielautomaten für die Gamer immer beliebter. Strengere Spielhallengesetze sollen nun dafür sorgen, dass der Boom abbricht. Die Schattenseite dieses Booms hat schwerwiegende Folgen für die Spieler und im Hinblick auf den Jugend- und Spielerschutz muss endlich etwas unternommen werden.