Beide Seiten sollten sich jedoch gleichermaßen bewusst sein, dass das Glücksspiel auch Gefahren birgt. Das Thema Spielsucht ist ernst zu nehmen, denn die Sucht nach dem Glücksspiel kann schwerwiegende Folgen mit sich bringen. Jeder Spieler und jeder Anbieter sollte sich der Gefahr, die von dem Glücksspiel ausgehen kann, bewusst sein. Information ist hier alles, denn wer ausreichend informiert ist, kann Gefahren und erste Suchtanzeichen bestenfalls erkennen und sich schützen.

Nicht jeder Glücksspielfan ist spielsüchtig, denn das Spielen allein muss den Spieler nicht zwangsläufig in die Sucht treiben. Es gibt Symptome, die eine Spielsucht andeuten, auf die vor allem die Spieler selber aber auch die Anbieter aufmerksam gemacht werden sollen. Grundsätzlich neigen Spieler, die eine Art Suchtverhalten an den Tag legen, dazu, ihr Spielverhalten geheim zu halten. Der Verlust von Geld wird vertuscht, es werden Lügen genutzt, um den Geldverlust zu rechtfertigen und umso stärker ausgeprägt die Sucht wird, desto mehr Geld leihen die Betroffen sich im Familien- und Freundeskreis.

Stark ausgeprägtes Suchtverhalten bringt den Rückzug der Betroffenen mit sich. Diese sind weniger gesellig, treffen sich kaum noch mit ihren Freunden und verbringen die meiste Zeit mit dem Glücksspiel. Auch körperliche Symptome können auf eine Spielsucht hindeuten, hierzu zählen Ess- und Schlafstörungen, Realitätsverlust sowie Schweißausbrüche. Bei voranschreitender Spielsucht nehmen die Probleme zu, neben dem Geldverlust und den ständigen finanziellen Sorgen bekommen viele Spielsüchtige Probleme bei der Arbeit und neigen dazu, kriminelle Handlungen durchzuführen, um mehr Geld für die Finanzierung der Spielsucht zur Verfügung zu haben.

Erkennen, helfen und Präventionsmaßnahmen anwenden

Der erste Schritt ist wohl das Erkennen der Spielsucht. Hier gilt es Anzeichen zu beobachten. Online gibt es die Möglichkeit, sich in Bezug auf das Thema Spielsucht selbst zu testen. Der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) stellt Online Hilfsangebote zur Verfügung, sowie einen Selbsttest, der kostenlos und anonym durchgeführt werden kann. Dieser ist unter der Webseite www.check-dein-spiel.de zu finden. Freunde und Familie haben die Möglichkeit, bei auffälligem Verhalten, erst einmal das Gespräch mit dem Betroffenen zu suchen.

Hier gilt es besondere Sensibilität an den Tag zu legen und Verständnis zu zeigen. Sperrmöglichkeiten und Hilfsangebote stellen die ersten Schritte dar, um aus der Spielsucht herauszukommen. Suchtberatungsstellen bieten Informationen und Hilfe für Betroffene und für Familien und Freunde der Betroffenen. Aufklärung ist sowohl vor der Spielsucht als auch im Fall der ersten Anzeichen besonders wichtig. Auch Selbsthilfegruppen stellen ein gutes Hilfsangebot dar.

In schwierigen Fällen wird eine stationäre oder ambulante Therapie dringend empfohlen. Schon bei den ersten Anzeichen dafür, dass man selbst ein auffälliges Spielverhalten an den Tag legt, sollte man sich bei entsprechenden Beratungsstellen und Hilfsinstitutionen melden, da an dieser Stelle eventuell noch wichtige Präventionsmaßnahmen ergriffen werden können.