Viele wünschen sich, dass die Ministerpräsidenten der 15 Bundesländer sich ein Beispiel an dem schleswig-holsteinischen Gesetz nehmen, aus dem in Kürze die ersten Steuereinnahmen in die Landeskassen fließen werden. So oder so, wird eine baldige Neuregelung erwartet.

Das Online Glücksspiel ist weltweit in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Auch Deutschland bietet einen enorm großen Online Glücksspielmarkt, auch wenn dieser derzeit fast im ganzen Land illegal ist. Mit der neuregulierung des Glücksspielstaatsvertrages sollte sich dies ändern und der Schwarzmarkt sollte durch entsprechende Regulierungen verkleinert werden.

Ein Gesetz in diese Richtung setzte jedoch bisher lediglich Schleswig-Holstein durch, da das nordische Bundesland eine komplette Liberalisierung vorgesehen hat. Auch die EU-Kommission befürwortete diesen Vorschlag des nordischen Bundeslandes und so kommt es, dass die Regelungen in Deutschland derzeit nicht einheitlich sind.

Gewünscht wird jedoch von allen Seiten, dass für das ganze Land eine entsprechende Regulierung gefunden werden kann. Die anderen 15 Bundesländer scheinen jedoch mit dem Vorschlag Schleswig-Holsteins bis heute nicht konform zu gehen und haben ihren eigenen Entwurf schon mehrfach präsentiert und überarbeitet und dennoch ist die EU-Kommission mit den geplanten Regelungen der 15 Ministerpräsidenten nicht einverstanden.

Besonders kritisiert wurde die ungleiche Behandlung von Sportwetten und anderen Glücksspielvarianten wie Online Casinos und Online Poker, die weiterhin komplett verboten bleiben sollen, während für Sportwetten 20 Lizenzen vorgesehen sind. Auch die Beschränkung der Lizenzen wurde von Seiten der EU-Kommission kritisiert.

Für die privaten Anbieter ist der sogenannte E-15-Entwurf nicht gerade mit Vorteilen behaftet und auch diese wünschen sich eine einheitliche Regelung in Deutschland, die sich das Gesetz aus Schleswig-Holstein zum Vorbild nehmen sollte.

Studien beweisen, dass die Suchtgefahr, die von Online Sportwetten ausgeht, genauso hoch ist, wie die Suchtgefahr beim Online Poker. Aus diesem Grund sieht die EU-Kommission die Begründung mit der Spielsucht in Bezug auf das Verbot von Online Casinos und Online Poker bei dem E-15-Entwurf für nicht gerechtfertigt.

Als weitere Begründungen wurden außerdem Themen wie Geldwäsche und Kriminalität angesprochen, wo die Gefahr jedoch von den meisten Zuständigen eher beim Schwarzmarkt als bei einem regulierten Glücksspielmarkt in Deutschland gesehen wird.

Die angegebenen Gründen sprechen aus Sicht der Experten also eher dafür, eine Legalisierung des Glücksspielmarkts in die Wege zu leiten, anstelle an den Verboten festzuhalten. Auch die Sicherheit der Spieler und die Sicherheit beim Zahlungsverkehr könnten durch neuste, technische Mittel gewährleistet werden.