Vor einiger Zeit stand der kommende Glücksspielvertrag in der Kritik des DFL, der "Deutschen Fußballliga".

Der Präsident dieser Vereinigung hat sich dahingehend wieder geäußert und verlangt, dass die Kritik der Europäischen Kommission nicht beiseite geschoben werden soll. Zudem hält er es für angebracht, dass der Markt im Bereich der Sportwetten ausreichend liberalisiert wird.

Der Beweggrund dieser Wünsche ist zusätzliches Geld, sprich mindestens 100 Millionen Euro und maximal 300 Millionen Euro, die in diesem Falle aus den Sportwetten eingenommen würden. Die Länderchefs in Deutschland, mit Ausnahme des Nordlichts Schleswig-Holstein, möchten ihren Plan, lediglich sieben Zulassungen für Privatbetreiber in diesem Bereich einzuführen, nicht aufgeben.

Diese Anbieter haben noch strenge Kriterien zu erfüllen. Die Vereinigung hält es für richtig, dass sich die 15 Bundesländer an dem neuen Gesetz im Norden orientieren sollen.

Geschieht dies nicht, dann führt die Bundesliga ihr Vorhaben durch, die gewinnbringende Nutzung des Spielplans für diese Vereinigung im kommenden Jahr zu verbieten. Mindestens aber wird eine Extrazulassung in Bezug auf die Nutzung gefordert werden. Was den Glücksspielvertrag in der Bundesrepublik angeht, ist es weiterhin interessant.

Die Volksvertreter haben nicht mehr viel Zeit, denn der aktuelle Glücksspielvertrag wird Ende 2011 seine Gültigkeit verlieren. Die Vorlage der 15 Länderchefs, die im April dieses Jahres erarbeitet wurde, fand keine Gnade vor den Augen der Europäischen Kommission.

Beachtet man die Kritik dieser europäischen Institution nicht, dann kann man damit rechnen, dass das Gesetz beim EuGH in Luxemburg auf dem Tisch liegt, so beginnt man wieder bei Null.

Wie es in Zukunft im Hinblick auf den Glücksspielvertrag weitergeht, bleibt abzuwarten.