Die Neuerungen betreffen vor allem den Bereich des Online Glücksspiels. In Schleswig-Holstein ist seit Beginn dieses Jahres das Glücksspielgesetz in Kraft getreten, welches die Legalisierung des Online Glücksspiels in das Bundesland bringt.

Währenddessen zeigt der Gesetzesentwurf für den neuen Glücksspielstaatsvertrag weniger liberale Ansätze, als die Bevölkerung es sich eigentlich erhofft hatte.

Schleswig Holstein hat bereits im vergangenen Jahr mit dem Alleingang für viel Aufregung gesorgt. Die Verabschiedung des eigenen Glücksspielgesetzes, welches den Online Glücksspielmarkt des Bundeslandes liberalisieren soll, erfolgte zu Beginn dieses Jahres. Damit ist Schleswig-Holstein das erste Bundesland Deutschlands, in dem der Online Glücksspielmarkt legalisiert wurde.

Der Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland besteht seit dem Jahr 2008. Dieser fasst Lotto und Sportwetten unter dem staatlichen Monopol zusammen. Dieses wiederum soll die Bevölkerung vor der Spielsucht schützen. Für die privaten Anbieter war diese Lösung natürlich weniger positiv, weshalb diese sich darüber beschwerten und die Marktöffnung forderten. Im Jahr 2010 entschied die EU-Kommission, dass einige Änderungen vorgenommen werden müssen, da der bestehende Glücksspielstaatsvertrag nicht mehr akzeptabel sei.

Im letzten Jahr kamen aus diesem Grund die Ministerpräsidenten der Bundesländer mehrfach zusammen und versuchten sich auf einen neuen, liberaleren Gesetzesentwurf zu einigen. Letztendlich stimmten 15 der 16 Ministerpräsidenten dem neuen Gesetzesentwurf zu, in dem festgelegt wurde, dass insgesamt 20 Lizenzen für Sportwettenanbieter herausgegeben werden, Online Casinos und Online Poker jedoch weiterhin verboten bleiben sollen. Schleswig-Holstein enthielt sich bei dieser Entscheidung und entschied sich dafür das eigene Glücksspielgesetz zu verabschieden, welches die öffnung des Online Glücksspielmarktes vorsieht.

In Schleswig-Holstein ist demnach seit diesem Jahr das Online Glücksspiel in seinen verschiedenen Varianten erlaubt. Zu den legalisierten Glücksspielarten gehören sowohl Sportwetten, als auch Casinospiele und Online Poker. Die Besteuerung wurde auf 20 Prozent von dem Bruttoverdienst festgelegt. Wie sich die Situation in dem Bundesland, aber auch in ganz Deutschland entwickeln wird, bleibt weiterhin spannend.