Es wird vorausgesetzt, dass der Sinneswandel aufgrund des Geldes stattgefunden hat, denn mit dem Glücksspiel können wirtschaftliche Einnahmen generiert werden. Der Präsident Russlands hat hierzu bereits ein Gesetz herausgegeben, welches auf der Internetseite von Putin publiziert wurde. Nach dieser neusten Meldung gehört die Krim weiterhin völkerrechtlich zur Ukraine.

Die Handhabung des Glücksspiels ist in Russland sehr streng geregelt. Putin hatte sich für die Eindämmung der Spielsucht eingesetzt, wodurch einige Casinos in Russland geschlossen wurden. Da das Glücksspiel jedoch nicht generell verboten wurde, wurden sogenannte Sonderzonen eingerichtet, in denen das Glücksspiel angeboten werden darf. Für die Krim sollen die Gesetze in Bezug auf die Sonderzonen nicht gelten, hier dürfen die Verantwortlichen laut Putin selbst entscheiden, wo die Glücksspielangebote errichtet werden sollen. Offensichtlich wird für die Krim dringend Geld gebraucht, sonst ließe sich dieser Entschluss kaum logisch erklären.

Erst im Februar hatte Putin sich gegen das Glücksspielangebot vor Ort ausgesprochen, da dieses kriminelles Klientel anziehen würde. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Geldgeber nach dem Wassersportereignis auf Rendite für die Investitionen gedrängt hatten. Höchstwahrscheinlich musste der Präsident dem Drängen nun nachgeben und hat sich aus diesem Grund für das Glücksspielangebot in dem von Russland anerkannten Gebiet entschieden. Die Bevölkerung der Krim hatte sich mit der Angliederung an Russland wohl erhofft, dass ein wirtschaftlicher Ausschwung stattfinden könnte. Ob dabei jedoch mit der Errichtung von Spielparadiesen gerechnet wurde ist zweifelhaft.