Die Lotterien schlugen sich während der Wirtschaftskrise äußerst wacker. Man hatte die begründete Angst, dass die Finanzkrise die Gewinnsumme beeinträchtigen könnte. Die Gewinne nehmen im Gegensatz zur übrigen Wettindustrie, die von der Wirtschaftskrise stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, zu.

Ein Bericht der GBGC (Global Betting and Gaming Consultants) zeigt auf, dass die staatliche Lotterie des Vereinigten Königreiches ein enorm starkes Wachstum während der Wirtschaftskrise von 3,9 Prozent verzeichnen konnte. Die Lotterien auf der ganzen Welt verbuchten einen Bruttoanstieg von 2,3 Prozent auf mehr als 75 Millionen Britische Pfund oder 110 Milliarden US-Dollar. Der erhebliche Aufschwung der Lotterien hing zum Teil mit neuen Entwicklungen in der Branche zusammen.

Der Verkauf von Lotterielosen per Handy oder Internet trug wesentlich zu den Gewinneinahmen in Lotterien auf der ganzen Welt bei. Die staatliche Lotterie des Vereinigten Königreiches, Camelot, konnte einen Anstieg von 32 Prozent bei den Internet- und Handyverkäufen, sprich von 488 Millionen Britischen Pfund verzeichnen. Dieser Anteil deckt etwa 10 Prozent der gesamten Lotterieverkäufe in Großbritannien.

Trotz der guten Neuigkeiten für die Lotterieumsätze auf der ganzen Welt stellte GBGC fest, dass die Einnahmen der Casinos um 4,9 Prozent und die der Wetten um 5,4 Prozent abnahmen. So sank der komplette Wettspielmarkt um fast 3 Prozent auf 370 Milliarden US-Dollar.

Der Vorstand von GBGC sagte, dass die Konsumenten der Krise die Stirn geboten hätten, indem sie sich den staatlichen Lotterien zuwandten, in der Hoffnung auf den Gewinn, der ihr Leben für immer verändern würde.