Nun jedoch hat auch Macau Konkurrenz bekommen, vor allem durch neue Casinostandorte wie Singapur, Vietnam und den Philippinen. Die Sonderverwaltungszone Macau wurde in wirtschaftlich turbulenten Zeiten an China zurückgegeben. Damit keimte bei der Bevölkerung die Hoffnung auf, dass hierdurch wirtschaftlicher Aufschwung nach Macau kommen würde. Mit der Konzentration auf das Casinogeschäft fand der wirtschaftliche Boom in Macau tatsächlich statt.

Der Wirtschaftliche Boom in Macau steht jedoch auch eng im Zusammenhang mit Spielsucht und organisierter Kriminalität. VIP Hinterzimmer bieten eine Plattform für reiche Chinesen, die vor Ort um große Geldbeträge zocken. Kredithaie betreiben in Macau Geldwäsche und auch Prostitution und Menschenhandel sind in dem Zockerparadies ein Thema. Der chinesische Staatschef Xi Jinping bremst den Erfolg in Macau doch aktuell deutlich ab, denn er führte die Anti-Korruptions-Kampagne in China ein, die auch die Sonderverwaltungszone Macau betrifft. Hiermit soll gegen Geldwäsche, Prostitution und illegales Glücksspiel vorgegangen werden. Die Kampagne scheint erste Wirkung zu zeigen, denn die reichen Chinesen vermeiden nun die VIP-Räume in Macau, was vor Ort anhand der zurückgehenden Einnahmen bereits deutlich spürbar ist.

Kein Abbruch der Casinoindustrie in Macau

Trotzdem dem Boom im Macau offenkundig ein Ende gesetzt wurde, scheinen die Pläne vor Ort nicht gestoppt worden zu sein. In den nächsten Jahren sollen vor Ort weitere Megacasinos entstehen. Dies würde erneut Arbeitsplätze schaffen. Die Pläne der Regierung konzentrieren sich, trotz der Anti-Korruptions-Kampagne, auch weiterhin auf die Casinoindustrie, allerdings wolle man weg von den VIP-Spielern und hin zu den einfachen Mittelklassespielern und Familien.

Somit sollen neben den Casinoangeboten vor allem in Zukunft auch Freizeitangebote präsentiert werden, um sowohl Spieler als auch Familien vor Ort unterhalten zu können. Ob das Konzept in Zukunft aufgehen wird und ob die Umsatzeinbrüche in Macau wieder abgefangen werden können, wird sich in der Zukunft entscheiden.

(Bildquelle: asia.arounder.com)