Da sich dies in Zukunft ändern soll, flammen die Diskussionen erneut auf. DIE GRÜNEN machen deutlich, dass es keinen Sinn mache, die Anzahl der Anbieter zu beschränken, sondern dass es viel mehr Sinn machen würde, die Gesetzgebung so anzupassen, dass die Anbieter bestimmte Auflagen erfüllen müssen, um ihr Angebot in Deutschland legal präsentieren zu können.

Bereits im Jahr 2010 wurde von Seiten des Europäischen Gerichtshofs festgelegt, dass die Regelungen in Deutschland kohärent sein müssen und die Bedingung der systematischen Begrenzung erfüllen sollten. Zu dieser Zeit passte die Gesetzgebung nicht zu diesen Vorgaben, doch auch mit dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag wurde nach Auffassung DER GRÜNEN diese Bedingung nicht erfüllt. Die Partei macht deutlich, dass die Kriterien bei Spieler- und Jugendschutz sowie Suchtprävention darüber entscheiden sollten, welche Anbieter für den deutschen Markt zugelassen werden.

Erneute änderung des Glücksspielstaatsvertrags

Die Partei setzt sich aktuell ebenso wie die Landesregierung dafür ein, dass der Glücksspieländerungsstaatsvertrag noch einmal überarbeitet wird. Die aktuelle Lage und damit das nicht voranschreiten der Konzessionsvergabe mache deutlich, dass die Regulierung nicht rechtmäßig sei. Mit Bestimmungen zum Spieler- und Jugendschutz und der Suchtprävention könnte in Zukunft mehr Ordnung in die Regulierung des Glücksspiels in Deutschland gebracht werden.

DIE GRÜNEN setzen dieses Vorhaben bereits im Koalitionsvertrag um. So soll der Glücksspielstaatsvertrag in Zukunft auch die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs umsetzen und den Jugend- und Spielerschutz ausreichend berücksichtigen, um so eine einheitliche und stabile Regelung für Deutschland zu schaffen.