Aus Deutschland sind die derzeitigen Diskussionen rund um das Thema Online Glücksspiel und Sportwetten in aller Munde. Auch in Amerika scheinen diese Diskussionen im Moment mit Vorliebe geführt zu werden, denn auch dort scheint man sich unsicher, wie die Regelungen bezüglich des Glücksspiels in Zukunft aussehen sollen.

Auch hier geht es insbesondere um den Bereich des Online Glücksspiels, weshalb erst kürzlich Mitglieder des Energie- und Wirtschaftsausschusses des Repräsentantenhauses zusammensaßen und eine gemeinsame Lösung für die Zukunft zu finden suchten.

ähnlich wie in Deutschland sind auch die Amerikaner derzeit noch zu keinem Ergebnis gekommen. Es gab unterschiedlichste Meinungen, die sich vom Ausschuss angehört wurden, jedoch konnte keine dieser Meinungen und Ideen zu einem einstimmigen Ende führen. Der Vorsitz gab im Anschluss an das Gespräch an, dass derzeit noch keine Entscheidung über den Online Glücksspielmarkt in den USA getroffen werden könne, da vorab weitere Untersuchungen stattfinden und Statistiken aufgestellt werden müssen.

Ganz in der Art wie in Deutschland gibt es auch in Amerika Befürworter und auch Gegner des Online Glücksspielmarktes. Jede Seite hat ihre eigenen Begründungen für die jeweilige Sichtweise. So geben die Befürworter des Online Glücksspiels an, dass das Spielen im Internet zur modernen Zeit gehöre und von den meisten Menschen schon ausgeführt werde.

Während es jedoch durch den Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIGEA) in den USA derzeit nicht erlaubt ist, suchen die amerikanischen Bürger sich Alternativen in anderen Ländern, um dem Vergnügen des Online Glücksspiels über ausländische Webseiten nachzugehen.

Dadurch entsteht ein nicht kontrollierbarer Schwarzmarkt, der auf der einen Seite sowohl die Glücksspielfans in Gefahr bringt, da diese beim Spielen auf ausländischen Webseiten betrogen werden könnten und nicht dagegen vorgehen können. Auf der anderen Seite gehen dem Staat durch eben diesen Schwarzmarkt enorme Steuereinnahmen verloren, die dieser gewinnen könnte, wenn er sich für einen regulierten und liberalisierten Online Glücksspielmarkt in Amerika entscheiden würde.

Die Gegenmeinung hierzu kommt von Seiten der Gegner von Online Glücksspiel, die den Standpunkt vertreten, dass durch die Einführung des Online Glücksspiels die staatlichen Lotterien deshalb auf der Strecke bleiben könnten und dem Staat auf diese Weise auch wiederum Gelder verloren gehen würden.

Die staatlichen Lotterien selber kristallisierten sich schnell als Gegner der Liberalisierung heraus, da sie an diesem Punkt ansprachen, dass die derzeit eingenommenen Gelder der Bildung zu gute kommen und diese Gelder in Zukunft, mit der öffnung des Online Glücksspielmarktes weniger würden oder am Ende sogar komplett wegfallen könnten.

Auch über das Thema Poker wurde während des Zusammentreffens eingehend gesprochen. Wie schon oft gehört gab es hier auch Experten, die davon überzeugen wollten, dass Poker nicht ausschließlich ein Glücksspiel sei, sondern darüber hinaus zum Denksport zähle und es genau aus diesem Grund eigentlich gestattet werden sollte.

Ein weiteres immer interessantes Thema kam außerdem auch hier auf den Tisch: das Thema der Spielsucht, die Risiken, Folgen und die Kosten. Als Abschließende Stellungnahme des Vorsitzes wurde angegeben, dass alle Bereiche angehört wurden und nun weitere Untersuchungen in den jeweiligen Bereichen unternommen werden müssen, um über die Zukunft des Glücksspielmarktes in Amerika entscheiden zu können.