Donald Trump will den angeschlagenen Kasino Hotelbetreiber Trump Entertainment Resorts jetzt selbst wieder aus der Krise führen. Für 100 Millionen Dollar soll das insolvente Unternehmen von dem schwerreichen Investor zusammen mit BNAC gekauft werden.

Eine Genehmigung vom Konkursgericht steht noch aus, es wurde aber bereits ein Restrukturierungsplan ausgehandelt.

Im Februar hatte Trump Entertainment Resorts auf Druck von Anleihegläubigern Gläubigerschutz beantragt. Unmittelbar davor hatte Donald Trump seinen Posten als Vorsitzender des Verwaltungsrats niedergelegt. Der Unternehmer klagte anschließend, dass durch exzessive Schulden sein früheres Investment bei dem Kasinobetreiber zerstört worden sei. Auch wenn das Unternehmen seinen Namen trage, erfülle es nicht seine Ansprüche. Ein Neuaufbau soll all das nun ändern, so Trump. Es wurde schon vor mehreren Wochen über ein Laufangebot Trumps für seine Kasinokette spekuliert.

Drei Kasinos besitzt das Trump Entertainment Reßort in Atlantic City im Bundesstaat New Jersey, nach Las Vegas das größte Spielerparadies in Amerika. Das Unternehemen hatte zuletzt 2004 Konkurs angemeldet, doch schon damals hatte sich Donald Trump nach dem Ende des Insolvenzverfahrens die Position als Unternehmenschef gesichert.

Durch die Rezession ist die Kasinobranche in der US Wirtschaft in eine schwere Schieflage geraten. In den vergangenen Wochen hatte auch der Konkurrent Station Casinos in Nevada Insolvenz angemeldet, unter Gläubigerschutz stehe inzwischen auch das Tropicana in Las Vegas. Selbst der Kasinobetreiber MGM Mirage des Milliardärs Kirk Kerkorian häufte im zweiten Quartal Millionnenverluste.

Die Wirtschaftskrise macht sich eben auch im Geldbeutel der Amerikaner bemerkbart und so halten sich viele Zocker zurück. Die Arbeitslosenzahlen wachsen und auch der Konkurrenzdruck steigt. Andere Bundesstaaten bauen auf die Hochburgen Atlantic City und Las Vegas auf, so wurden neue Casinos in Pennsylvania und New Jersey eröffnet.

Seit Jahrzehnten ist Trump nicht nur im Immobiliengeschäft sondern auch im Glücksspielgeschäft tätig. Der 63 Jährige steht auf er Milliardärsliste des Maganzins Forbes, wie viel Geld Trump jedoch tatsächlich besitzt und wie viel er in einen Neuaufbau in die Kasinobranche investieren wird, ist umstritten.