Laut dem Bundesverband privater Spielbanken haben die privaten Spielbanken im Jahr 2008 über drei Millionen Euro für den Spielerschutz ausgegeben. Kosten für Sozialkonzepte, Mitarbeiterschulungen, Zutrittskontrollen und Spielersperrsysteme wurden damit gedeckt.

„Private Spielbanken bieten ihren Gästen traditionell die Möglichkeit der Selbstsperre an – und leisten damit seit Jahrzehnten einen Beitrag zur Bekämpfung von Glücksspielsucht. Das Sperrsystem der Spielbanken ist vom Gesetzgeber im Glücksspielstaatsvertrag aufgegriffen und auf staatliche Lotterieanbieter ausgedehnt worden.“ so Martin Reeckman, der Geschäftsführer des Bundesverbandes privater Spielbanken. Außerdem fügt er hinzu: „Ein besseres Gütesiegel für das Sperrsystem der Spielbanken ist kaum denkbar. Private Spielbanken sind Wegbereiter des Spielerschutzes – und werden das auch künftig sein.“

Bundesweit soll ein einheitlich hohes Niveau des Spielerschutzes beim Glücksspiel herrschen, das fordert der Bundesverband privater Spielbanken vom Gesetzgeber. Wenn der Gesetzgeber weit verbreitete und risikobehaftete Glücksspielangebote nicht gleichwertig reguliert, sind die streng limitierten Spielbanken bei ihren erheblichen Anstrengungen für den Spielerschutz allein gelassen.

Eindeutig zeigen empirische Untersuchungen zur Glücksspielsucht, das mit weiten Abstand das Spiel an gewerblichen Geldspielautomaten, die gefährlichste Form des Glücksspiels ist. über die Reihenfolge der Bedeutung der verschiedenen Formen des Glücksspiels sind sich alle Untersuchungen einig. Das Hauptproblem der Spieler seien nicht die Spielbanken sondern die sog. Geldspielgeräte mit Gewinnmöglichkeit in Spielhallen und Gaststätten.

In allen Studien ist dieses Ergebnis einhellig. Bei Mehrfachnennungen schwanken die Prozentabgaben hier zwischen 80 und 90 Prozent. Als Hauptproblem haben etwa die Hälfte der krankhaften Spieler die Geldgewinnspielgeräte in Spielhallen und Gaststätten erlebt. Die Angaben schwanken hier zwischen 42 und 69 Prozent.