Seit längerem ist im Gespräch, dass der Anbieter nun auch in die Branche des Online Glücksspiels wechseln möchte und in Zukunft plant Echtgeld-Glücksspielprodukte auf internationalen Märkten anzubieten.

Bei einer Videokonferenz mit den Unternehmern wurde nun bereits der konkrete Zeitpunkt hierfür bekanntgegeben. Die ersten Produkte sollen schon im ersten Quartal des Jahres 2013 angeboten werden. Mit dem Einstieg in die neue Branche, wolle Zynga laut Pincus den Forderungen der Aktionäre entsprechen, da der Aktienpreis der Zyngaanteile kürzlich von Dollar 15 auf Dollar 3 pro Aktie abgefallen war.

Die Produkte befinden sich laut Vorstand bereits in der Entwicklung und auch der Erhalt von Lizenzen sei in Arbeit, sodass das Echtgeld-Angebot von Zynga bereits im nächsten Jahr präsentiert werden könne.

Eines der bekanntesten Spiele des Unternehmens ist das Social Game Zynga Poker. Die Spiele auf der sozialen Plattform Facebook freuen sich großer Beliebtheit und daher gehe man auch davon aus, dass sich dies auch in den Echtgeld Spielen deutlich zeigen wird. Das Unternehmen verfügt über einen großen Kundenstamm und die Unternehmer erhoffen sich durch den Branchenwechsel die bestehenden Kunden für die Echtgeld-Spiele begeistern zu können. Ob dieser Wunsch eintreffen wird, bleibt vorerst noch abzuwarten.

Das Angebot von Zynga soll allerdings nicht im Heimatland USA angeboten werden, da vor Ort die Lizenzen schwer zu erhalten sind. Welche Märkte vorgesehen sind, wurde durch Pincus noch nicht bekanntgegeben, lediglich dass das Angebot auf internationalen und regulierten Märkten präsentiert werden soll.

Anhand der Gesetzgebung ist demnach also klar, dass das Angebot auch nicht in Deutschland vertrieben werden kann, da hier nach dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag Online Casinos und Online Poker weiterhin verboten bleiben sollen. Während Schleswig-Holstein durch das eigens verabschiedete Glücksspielgesetz erst eine liberalere Regelung eingeführt hatte, soll dieses jedoch nun durch die neue Regierung wieder zurückgezogen werden.

Auch das nordische Bundesland soll sich demnach dem Glücksspielstaatsvertrag der anderen 15 Ministerpräsidenten anschließen, der bereits am 1. Juli 2012 in Kraft getreten ist. Nach dem Gesetz soll das Lottomonopol weiterhin bestehen bleiben und lediglich eine begrenzte Anzahl von 20 Lizenzen ist für private Sportwettenanbieter vorgesehen.

Die EU-Kommission übte viel Kritik an dem Gesetzesentwurf, doch bisher ist noch nicht absehbar in welche Richtung sich die Gesetzgebung dahingehend weiterhin entwickeln wird.