Der deutsche Pokerprofi schreibt mit seinem Fall bereits Pokergeschichte. Was bisher geschah:

– 2009: Eddy Scharf erhielt einen Steuerbescheid vom Finanzamt Köln/Mitte

– Zahlungsaufforderung für die Steuern auf die Pokergewinne für die Jahre 2003 bis 2008

– Scharf ging gegen diesen Bescheid vor Gericht

– in erster Instanz wurde die Klage im Oktober 2012 abgewiesen

– Revision vor dem Bundesfinanzhof in München im September 2015 ebenfalls abgewiesen

– Anfang dieses Jahres legte Scharf Verfassungsklage vor dem Bundesverfassungsgericht ein

Der Fall wird nun bereits seit einigen Jahren vor Gericht verhandelt, doch laut dem Pokerprofi sei das nur von Vorteil für ihn. Im Laufe der Zeit habe sich die Einstellung vieler Beteiligter verändert und so haben seiner Aussage nach bereits auch die Richter mit dem Umdenken begonnen. Zu Beginn der Verhandlungen wurde festgestellt, dass Gewinne aus der Teilnahme an Pokerturnieren als Einkünfte aus Gewerbebetrieb der Einkommensteuer unterliegen können. Hiermit einhergehend wurde Turnierpoker zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als reines Glücksspiel, sondern als eine Mischung aus Glücks- und Geschicklichkeitsspiel bezeichnet. In welchen Fällen hierbei nun Steuern gezahlt werden müssten, sei von Fall zu Fall unterschiedlich, so wurde es damals festgelegt.

Je länger, desto besser

Noch immer wartet der Pokerprofi Eddy Scharf auf eine Entscheidung in Bezug auf seine Verfassungsklage. Seiner Aussage nach mache ihm die Wartezeit jedoch nichts aus, denn er habe bemerkt, dass die Beteiligten in diesem Fall im Laufe der Zeit gemerkt hätten, wie die Karriere eines Pokerspielers tatsächlich ablaufe und Scharf hofft auf ein generelles Umdenken und damit auf eine Entscheidung, die dem Pokerspiel in Bezug auf Erlaubnis, Anerkennung und Image auch in Zukunft weiterhelfen könnte.