Im Jahr 2000 verkaufte Terry seinen Anteil an eine private Firma. Das so erwirtschaftete Vermögen Terrys trieb ihn dann in ein gefährliches Trink- und Glücksspielproblem mit großen Verlusten bei den Harrahs Casinos.

Die Anfangs so glückliche Reise begann im Jahr 2007, in dem Terrry Watanabe nach Las Vegas reiste und Las Vegas dann nie wieder verließ. Durch sein eigenes Vermögen genoss der Spieler vor Ort seinen Status als High Roller und die dementsprechende VIP-Behandlung. Auch wenn der Spieler vor Ort viele Vorteile als High Roller nutzen konnte, so trieb ihn die Glücksspielphase immer weiter hinein in die Pechsträhne und er machte Verluste im Wert von etwa 200 Millionen US-Dollar.

Während Terry Watanabe mit dem Pech zu kämpfen hätte bedeutete dieses Jahr für das Harrahs Unternehmen großes Glück, denn durch die Spielsucht Terrys generierte das Unternehmen dank dem Spieler etwa 6 Prozent der gesamten Umsätze. Aufgrund der vielen Besuche von Terrry Watanabe erhielt dieser besondere Vergünstigungen von Seiten des Harrahs Casinos. So sorgte das Casino für Vergünstigungen in Höhe von 12.500 Dollar für die Flüge, schenkte dem Spieler Konzertkarten und gestattete Vergünstigungen im Wert von 500.000 Euro im Souvenirladen des Hotelkomplexes. Doch war das ein Ausgleich für die Verluste in Höhe von rund 200 Millionen Dollar?

Die größte Pechsträhne in Las Vegas

Die Probleme des Spielers endeten, als er sich mit seiner Schwester über die Spielsuchtproblematik unterhielt. Diese sorgte dafür, dass der Spieler Hilfe bekam und dieser nahm so an einer Therapie teil. Seither hat Terry Watanabe nie wieder ein Casino betreten. Das Casino musste schließlich Strafanzeige gegen den Spieler erstatten, da dieser sich weigerte seine Verluste an das Casino zurückzuzahlen.

Letztlich willigte Terry ein eine Summe in Höhe von 112 Millionen Dollar an das Casino zurückzuzahlen, sagte allerdings auch aus, dass das Casino seiner Verantwortungspflicht nicht nachgekommen sei, da das Unternehmen seine Spielsucht und seine Alkoholsucht unterstützt habe. Das Casino war stets bemüht den Spieler vor Ort zum Spielen anzuhalten. So kam es auch, dass Terrry Watanabe bis zu 5 Millionen Euro pro Tag vor Ort verspielen konnte, oftmals 24 Stunden am Stück spielte und beim Blackjack sogar mehrere Hände auf einmal spielen durfte.

Es wurde ausgesagt, dass die Mitarbeiter des Casinos die Suchtanzeichen ignorierten, um den Spieler so an den Tischen zu behalten und auf diese Weise einen Vorteil aus der Sucht des Spielers zu ziehen. Der Prozess endete mit einer vertraulichen Vereinbarung, sodass die Forderungen vor Gericht fallengelassen wurden. Grundsätzlich gilt diese Geschichte als eine Geschichte der wohl extremsten Pechsträhne einer Einzelperson in Las Vegas.