Allein in Hessen sind es Schätzungen zu Folge tausende Spieler, die der Spielsucht verfallen sind. Für Spieler, die ein krankhaftes Spielverhalten an den Tag legen, gibt es jedoch eine Lösung. In Hessen gibt es die Möglichkeit, sich als Spieler in die Sperrkartei "Oasis" aufnehmen zu lassen, um auf diese Weise für Spielbanken und Spielhallen gesperrt zu werden.

Die Sperrkartei "Oasis" wurde durch die hessische Landesregierung initiiert. Mit der Möglichkeit für die Spieler, sich für das Glücksspiel sperren zu lassen, soll Spielsüchtigen geholfen werden. Bisher sind es 8000 registrierte Spieler, die sich in der Sperrdatei befinden. Mit einer solchen Anzahl an Spielern hatte die Landesregierung eigenen Angaben nach nicht gerechnet.

Die hohe Anzahl der gesperrten Spieler freue die Verantwortlichen jedoch, denn dies zeige auf, wie erfolgreich die Einführung der Sperrkartei bereits jetzt schon ist. Neben der Möglichkeit sich selbst einzutragen, gibt es außerdem die Möglichkeit, von Dritten eingetragen zu werden. So können auch Spieler auf der Sperrliste landen, die sich selbst gar nicht als krankhafte Spieler einschätzen.

Betreiber in der Pflicht

Das Konzept mit der Sperrdatei funktioniert natürlich nur richtig, wenn sich nicht nur die Spieler selber, sondern auch die Betreiber an die Regelungen halten. Die Betreiber stehen in der Pflicht, die Spieler, die in der Sperrkartei registriert sind, nicht in den Spielhallen spielen zu lassen. Wer diese Auflage nicht berücksichtigt mache sich strafbar. Bisher gibt es die Sperrmöglichkeit für Spieler lediglich in Hessen.

Dies bedeutet natürlich, dass die Spieler weiterhin die Möglichkeit haben, in den umliegenden Bundesländern zu zocken. 8000 registrierte Spieler sind bereits eine hohe Zahl, Schätzungen zu Folge wird jedoch davon ausgegangen, dass es sich bei den gesperrten Spielern nur um einen Bruchteil der wirklich spielsüchtigen Zocker handle. Der erste Schritt in Richtung Spielsuchtbekämpfung ist jedoch getan, nun wird darauf gehofft, dass die Sperrdatei weiterhin so fleißig genutzt wird und sich in Zukunft auch andere Bundesländer dem Präventionskonzept anschließen.