Der Poker-Theoretiker, Poker-Philosoph, Poker-Trainer und Sportwissenschaftler Martin Sturc hat in seiner Magisterarbeit am Institut für Sportwissenschaft der Universität Wien genau diese Thematik genauer untersucht. Die Arbeit ist als Buch unter dem Titel "Skill Beats Luck – Der Geschicklichkeitsfaktor im Pokerspiel" erschienen.

Nach der Rechtsprechung handelt es sich beim Pokerspiel um ein Glücksspiel, dennoch gibt es auch andere Meinungen und Untersuchungen des Kartenspiels, um hier entscheiden zu können, ob es vielleicht doch um ein Geschicklichkeitsspiel handelt. Die Rechtsprechung geht von einem kausalen Zusammenhang zwischen den Spielkomponenten, also Glück und Geschick, aus. Als Vertreter der Geschicklichkeitsspiele ist eigentlich die Sportwissenschaft bekannt, doch in Bezug auf das Pokerspielt hält sich diese doch sehr zurück.

Competitive Edge Model

In der Arbeit von Martin Sturc geht es genau um diese Thematik. Hier beleuchtet er das "Competitive Edge Model" genauer, bei welchem es um den Vorteil geht, den ein Spieler aufgrund seiner geschickten Spielweise hat. Entgegen der Rechtsprechung konzentriert sich der Autor auf das Pokerspiel als Geschicklichkeitsspiel und bietet Argumente, die dafür sprechen, dass die Geschicklichkeit eines Spielers bei dem Kartenspiel ausschlaggebender sei, denn das Glück.