Nachvollziehbar also, dass der Mann den Casinogewinn direkt feiern musste. Mit Alkohol und Koks zelebrierte der Hesse seinen Jackpotgewinn. Aus der Feierlaune heraus stieg der alkoholisierte Spieler danach in sein Auto und wollte mit diesem nach Hause fahren.

Auf der A3 geriet der angetrunkene Fahrer jedoch in die Gegenfahrbahn und verursachte so einen Unfall, bei dem ein anderer Fahrer das Leben verlor. Vor Gericht muss sich der Gewinner nun wegen fahrlässiger Tötung, vorsätzlicher gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten.

Aktuell muss der 51-jährige sich vor dem Wiesbadener Landgericht verantworten. Bei der Gerichtsverhandlung ist dem einstigen Jackpotgewinner das schlechte Gewissen anzumerken. Bis heute könne er den Hergang der Nacht nicht nachvollziehen, es gehe ihm nach eigenen Angaben unglaublich schlecht damit. In besagter Nacht nach dem Jackpotgewinn feierte der Spieler seinen Gewinn.

Hierbei verschenkte er noch 34.000 Euro in der Spielbank, an Spielerkollegen und als Trinkgeld an die Mitarbeiter. Er ließ sich von seiner Familie abholen, um dann mit Freunden und Familienmitgliedern weiter zu feiern. Hierbei wurde natürlich getrunken und weiteres Geld verschenkt. Nachdem seine Familie zu Hause angekommen war ging es für den Automatengewinner weiter. Weitere Alkoholexzesse bei Freunden, ein weiterer Spielbankgewinn in Bad Homburg und das Schnupfen von Koks führten offenkundig dazu, dass der Jackpotgewinn für den Spieler schlimm endete.

Keine Erinnerung mehr an die Geisterfahrt

Nach eigenen Angaben vor Gericht könne der Spieler sich an die Fahrt selber kaum noch erinnern. Er habe grelles Licht gesehen und daraufhin habe es geknallt, so der Spieler im Gerichtssaal. Nach Angaben des Gerichts habe der Fahrer auf der dreispurigen Autobahn ohne erkennbaren Grund gewendet und sei dann als Geisterfahrer in die entgegengesetzte Richtung gefahren.

Bei dem schlimmen Unfall, bei dem zwei Autos frontal ineinander gekracht sind, starb der 56-jährige Fahrer des anderen Wagens, seine 54-jährige Frau und der 17-jährige Sohn wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Die Fahrt war für den betrunkenen Spieler damit jedoch nicht beendet. Insgesamt wurden fünf Wagen in den schlimmen Unfall verwickelt. Nachdem das Auto nicht mehr zu fahren war floh der 51-jährige mit einem Rucksack und dem restlichen Geldgewinn zu einem Freund. Hier verbrachte dieser die Nacht, um sich dann am nächsten Morgen im nüchternen Zustand der Polizei zu stellen.

(Bildquelle: mittelbayerische.de)