In erster Linie werden die Gesetze diskutiert, die in Bezug auf das kleine Glücksspiel offensichtlich umgangen und nicht kontrolliert werden, so lautet unter Anderem der Vorwurf der Anwältin Julia Eckhart vor Gericht. Angeklagt wurde von Seiten des Spielers und seiner Anwältin ein Automaten-Konzern. Derzeit wird geprüft, ob das Land dem Verfahren nun beitreten wird.

Der Vorwurf von Seiten der Anwältin ist eindeutig: Einsatz- und Gewinnbeschränkungen seien umgangen worden. Diese würden laut Eckhart vorab nicht eindeutig geprüft und auch zwischendurch nicht kontrolliert werden. Die einzige Kontrolle sei die durch einen Beauftragten der Automaten-Firma, weitere Prüfungen gäbe es nicht. Aufgrund dieses Vorwurfs soll nun auch das Land zu dem Verfahren hinzugezogen werden. Derzeit wird die Notwenigkeit dieses Schrittes geprüft.

Weitere Vorwürfe von Seiten des Klägers und seiner Anwältin sind die, dass es zwar Regelungen gebe, wie zum Beispiel der vorgesehene, maximale Einsatz und Gewinn, diese jedoch leicht umgangen werden könnten. Da hier keine überprüfung stattfinden würde, hätten die Betreiber freie Hand und um das Wohl der Spieler, würde man sich nicht sorgen, denn die können die Regelungen gleichzeitig leicht umgehen und so einfacher der Sucht verfallen. ähnlich sei es auch dem Kläger ergangen, für den die Anwältin nun eine Schadenswiedergutmachung in Höhe von 350.000 einfordern möchte.

Das Land soll zu dem Verfahren hinzugezogen werden und derzeit sieht es danach aus, als würde sich das Land tatsächlich auch anschließen. Der Anschluss würde nicht zuletzt als Vorsichtsmaßnahme wegen möglicher Folgeverfahren Sinn machen. Es soll im Interesse des Landes gehandelt werden, daher ist nicht klar, auf welche Seite das Land sich begeben wird, auf die des Klägers oder des Angeklagten.

Die KPö fordert in Verbindung mit diesem Verfahren, dass das Land in Bezug auf die Glücksspielindustrie im Bereich des kleinen Glücksspiels endlich einschreitet, um so auch das eigene Versäumnis wieder gut zu machen. Es müsse für die Einhaltung der Gesetze gesorgt werden, so ein Sprecher der KPö.