Auch bei den Politikern sind die Wettbüros in Menden ein dauerhaft diskutiertes Thema. Bereits im Jahr 2014 wurde von Seiten der Fraktion der Linken im Rat die Einführung einer happigen Vergnügungssteuer für die Mindener Wettbüros beantragt. Da zu diesem Zeitpunkt nicht klar war, ob die Einführung der Steuer juristisch zulässig ist, wurde der Antrag vorerst auf Eis gelegt. Da nun entschieden wurde, dass hier juristisch gesehen keine Bedenken bestehen, wurde der Antrag erneut vorgebracht und damit unterstrichen, dass das Glücksspiel in Menden auf diesem Weg eingedämmt und der Spielerschutz gewährleistet werden könnte.

Der erneute Antrag von Fraktionssprecher Thomas Thiesmann sorgt jedoch nicht überall für Zustimmung, denn die Stadtverwaltung spricht sich eindeutig dagegen aus. Während die Fraktion der Linken den Spielerschutz, das Stadtbild und die möglichen Einnahmen in Höhe von 17.000 Euro im Jahr hervorhebt, äußert die Verwaltung Bedenken aufgrund von Klagen, die durch die Betreiber mit großer Wahrscheinlichkeit eingereicht werden. Die Stadtverwaltung schlägt vor die Entscheidung der höchsten Instanz abzuwarten, bevor hier weitere Schritte eingeleitet werden sollen. Die Verwaltung rät dazu den Antrag von Thiesmann erst einmal abzulehnen und weitere Entscheidungen vor Gericht abzuwarten.

Betreiber haben Angst vor Einführung der hohen Vergnügungssteuer

Wie in anderen Städten auch müssen die Betreiber natürlich bereits jetzt schon die Festlegung einer hohen Steuer fürchten. Für viele Betreiber könnte dies das Aus bedeuten, so wie es in anderen Städten bereits der Fall war. Während die Politik aus Gründen des Spielerschutzes als Ziel ansieht, bedeutet das für einzelne Betreiber den kompletten Existenzverlust. Hier gehen Arbeitsplätze verloren und Betreiber verschulden sich hoch. In Menden ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, eine Entscheidung wird in den kommenden Tagen fallen und es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen diese Entscheidung der Politik dann auf die einzelnen Betreiber haben wird.