Bei dem Glücksspielgesetz geht es hauptsächlich um die Eindämmung des Automatenspiels, weil hier Studien zu Folge die meisten Spieler spielsüchtig werden. Trotzdem es weniger Spielautomaten in Österreich gibt, seitdem das Gesetz in Kraft getreten ist, boomt das Glücksspiel in Österreich weiterhin.

Der Marktforscher Andreas Kreuzer kritisiert die Vorgehensweise in Österreich, da die Maßnahmen seiner Meinung nach die Suchtproblematik nicht minimieren können. Laut eines Branchenradars des Marktforschers steigen die Glücksspielaktivitäten in Österreich weiterhin an und es wird vermehrt in den Casinos, im Internet und an den Spielautomaten gezockt. Erwartungen zufolge wird der Wert im Laufe dieses Jahres noch um etwa eine Milliarde Euro ansteigen.

Seitdem das neue Glücksspielgesetz in Österreich vorherrscht, wurden von der "Soko Glücksspiel" insgesamt 3000 Spielautomaten aus dem Verkehr gezogen.

Während die Einsätze an den illegalen Glücksspielautomaten demnach stark zurückging und noch weiter zurück gehen werden. Nachdem dieser Fakt eigentlich nach einem Erfolg aussieht, muss jedoch berücksichtigt werden, dass diese eingesparten Gelder in anderen Bereichen, wie in Lotterien, Casinos und dem Glücksspiel im Internet investiert werden.

Neben den weiterhin existierenden illegalen Spielautomaten, die immer noch vorhanden sind, sieht Kreutzer ein weiteres Problem in dem illegalen Glücksspiel im Internet. Dieses sei außerdem nicht kontrollierbar, wodurch die Eindämmung der Spielsucht extrem erschwert werde. Probleme sieht der Marktforscher in den offiziellen Spielautomaten, an denen höhere Einsätze getätigt werden können, als bei dem nun verbotenen kleinen Glücksspiel.

Für Kreutzer ist als Experte allein die Regierung für die Folgen der Gesetze verantwortlich. Bereits vorab wurde durch Simulationen deutlich, dass durch das Verbot nicht weniger Geld für Glücksspiel sondern sogar noch mehr Geld ausgegeben wird. Während zwar weniger Geld in das kleine Glücksspiel und in die Automatenbrache fließt, so profitieren vor allem die Spielcasinos von den neuen Gesetzen.

Mehr Geld wird nun in den Spielbanken des Landes ausgegeben. Auch die Umsätze der Glücksspielanbieter im Internet steigen durch das Verbot des kleinen Glücksspiels in Österreich. Die Suchtproblematik wird hierbei also in keiner Weise behandelt, so Kreutzer.