Nun sollen Methoden angewendet werden, die die wachsende Zahl der Glücksspielgeräte und damit auch die Spielsucht eindämmen sollen. Eine dieser Methoden ist die Steuererhöhung bei Geldspielgeräten von aktuell 15 Prozent auf zukünftig 20 Prozent.

Es ist nicht das erste Mal, dass in Lörrach eine Steuererhöhung als Maßnahme eingeführt werden soll. In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Geldspielgeräte vor Ort nahezu verdoppelt. Es gab bereits eine Erhöhung der Vergnügungssteuer, doch diese brachte einen nicht gewünschten Effekt. Aus diesem Grund soll nun eine weitere Steuererhöhung auf Geldspielgerte eingeführt werden, um die Betreiber davon abzuhalten, weitere Spielgeräte in die Stadt zu bringen. Wenn das Angebot zurückgeht, so hoffen die Verantwortlichen, wird auch die Nachfrage absinken. Dies würde mehr Schutz für die Spieler bedeuten.

Weitere Maßnahmen gegen den wachsenden Markt der Gelspielgeräte:

– Vergnügungsstättenkonzept von 2011 für das gemeinsame Oberzentrum Lörrach-Weil

– Steuerung der Zulässigkeit von Vergnügungsstätten

– transparente, einheitliche und nachvollziehbare Entscheidungsregeln zur Regulierung

– Verbot von Mehrfachspielhallen

– 500 m Abstandsregelung

Das neue Konzept, bestehend aus diesen Maßnahmen, soll bereits bei der Entscheidung über Bauanträge eine Rolle spielen. Die Anträge, die gegen dieses Konzept verstoßen, sollen direkt abgelehnt werden. Bei den bestehenden Etablissements greift das neue Konzept jedoch nicht, denn den bereits ansässigen Anbietern gilt der Bestandsschutz.