Seine persönliche Pechsträhne begann im Januar 1962. Selak nutzte den Zug in Sarajevo, um damit in Richtung Dubrovnik zu fahren. Durch einen Felsbrocken auf den Gleisen entgleiste die Eisenbahn und stürzt in den in der Schlucht darunter befindlichen Fluss. Selak überlebte das Zugunglück durch die Hilfe eines unbekannten Mannes, der den Verletzten aus dem eisig kalten Wasser barg.

Seit diesem Unglück, bei dem 17 Menschen das Leben ließen, war Selak nahezu vom Tod verfolgt, wie aus der Filmreihe "Final Destination" bekannt. 40 Jahre lang passierten weitere bizarre Ereignisse, bei denen Selak immer nur knapp mit dem Leben davonkam. Bei einem Flugunglück in 10.000 Metern Höhe, bei dem sämtliche Antriebsdüsen ausfielen und sich die Hintertür der Maschine im Sinkflug öffnete, ließen 19 Menschen ihr Leben, doch Selak, der aus dem Flugzeug fiel und in einem Heuhaufen landete, konnte den Absturz unversehrt überleben. Als nächstes folgte im Jahr 1966 ein Busunglück, bei dem der Bus in einen Fluss fiel. Auch hier konnte der Musiklehrer leicht verletzt ans Ufer schwimmen.

Da die ersten drei Unfälle mit den öffentlichen Verkehrsmitteln passierten beschloss Selak von da an das eigene Auto zu nehmen, um zu reisen. Gleich zweimal fing sein Auto Feuer. Bei dem ersten Unfall konnte der Mann rechtzeitig aus dem flammenden Auto entkommen, beim zweiten Mal war er eingeschlossen, kam jedoch mit leichten Verbrennungen davon. Die letzten beiden Unfälle des Pechvogels ereignen sich erneut im Straßenverkehr. Der sechste Unfall findet in Zagreb statt. Wo der Mann von einem Bus angefahren wird und auch hier mit nur leichten Verletzungen davonkommt. Der vorerst letzte Unfall ereignete sich 1996 in den Serpentinen, in denen er in einer Kurve bei einem Ausweichmanöver mit dem eigenen Wagen in die Leitplanke fährt. Zu seinem eigenen Glück wurde Selak hierbei aus dem Wagen geschleudert, bevor dieser in den Abgrund stürzte und dort in Flammen aufging.

Mit 73 Jahren sollte Selak dann endlich einmal großes Glück beschert werden. Beim Lotto gewinnt der Kroate sechs Millionen Kuna (ca. 800.000 Euro) im Jahr 2003. Durch den Gewinn kommt seine aufregende Lebensgeschichte in die Medien, was dem Mann einigen Ruhm bescherte. Da Selak jedoch einen bescheidenen Lebensstil bevorzugte, verschwand dieser nach seinem Gewinn in der Versenkung. Auf Youtube wurde ein kurzer Videofilm zum Leben des Kroaten veröffentlicht, der binnen kürzester Zeit einige Zuschauer fand.