Neben der Memminger Kripo unterstützten auch das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West, die örtliche Polizeiinspektion, die Kemptener Kripo, das Ordnungsamt und die Steuerfahndung die Aktion. Dabei wurden insgesamt sechs Spielhallen bzw. Gaststätten mit Glücksspielgeräten von über 40 Beamten gestürmt.

Die Stürmung der Etablissements war durch den Verdacht möglich, dass vor Ort illegal Live-Sportwetten angeboten werden. Die Razzien wurden somit quasi auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen durchgeführt. Die Beamten hatten somit einen Durchsuchungsbeschluss, der von Seiten des Amtsgerichts ausgegeben wurde.

Die Aktion wurde für die Polizisten zum vollen Erfolg, denn bei den Durchsuchungen wurden 26 Wettterminals und einige tausend Euro Spieleinsätze sichergestellt. Zudem konnten mehrere Spieler direkt beim Spielen überführt werden. Für diese bedeutet dies nun, dass bald ein Ermittlungsverfahren gegen sie eingeleitet wird.

Was das mit sich bringen wird ist bisher noch unklar, jedoch können sich die Spieler darauf einrichten, dass es kein positives Ergebnis bringen wird. Die Kripobeamten Memmingens sind zufrieden mit der Aktion, die sehr zum eigenen Vorteil verlaufen ist und sich somit für die Beamten bezahlt gemacht hat.

Technische Wetteinrichtungen sind in Deutschland bisher noch strafbar. Nicht nur die Betreiber machen sich damit strafbar, sondern auch die Spieler spielen illegal und können dafür zur Verantwortung gezogen werden. Die Erlaubnis für das Angebot von Glücksspiel muss in Deutschland in Form einer Lizenz erteilt werden.

Die Betreiber die keine solche Lizenz inne haben betreiben das Glücksspiel illegal. Sowohl die Veranstalter als auch die Spieler können aus diesem Grund zur Rechenschaft gezogen werden.