Am 1. April 2017 feierte das Deutsche Automatennmuseum den „Tag der offenen Automatentür“. An diesem Tag gab es für die Besucher zwei kostenlose technische Führungen durch das Museum, eine um 12 Uhr und eine um 16 Uhr. Interessierte Gäste konnten sich vorher telefonisch oder per E-Mail anmelden, um an der Führung teilzunehmen. Der Eintritt an diesem Tag betrug fünf Euro pro Besucher. Passend zu dem Motto hatten die Besucher an diesem Tag die Möglichkeit, in die Welt der Automaten einzutauchen.

Dauer- und Sonderausstellung „Music for Millions – Jukeboxen aus fünf Jahrzehnten“

Aktuell gibt es zusätzlich in dem Deutschen Automatenmuseum eine Sonderausstellung, die den Namen „Music for Millions – Jukeboxen aus fünf Jahrzehnten“ trägt und dauerhaft angeboten wird. Hier gibt es für die Besucher die Gelegenheit, die Technik und die technische Entwicklung von Musikboxen näher kennenzulernen.

Besondere Rolle der Geräte von Wurlitzer

Bei der Dauer- und Sonderausstellung wird den Geräten von Wurlitzer eine besondere Rolle zugesprochen. Gründe dafür, dass diese Geräte bei der Ausstellung das Hauptaugenmerk sind:

  • die Rudolf Wurlitzer Company wurde 1856b von dem gleichnamigen deutschen Auswanderer gegründet
  • erst konzentrierte der Unternehmer sich auf den Import und Verkauf deutscher Musikinstrumente
  • ab 1880 baute der Geschäftsmann gemeinsam mit seinem Bruder Anton Klaviere
  • in den folgenden Jahren begann er mit dem Vertrieb von mechanischen und münzbetriebenen Musikautomaten
  • Wurlitzer stellte die weltberühmten Kinoorgeln her, die zur musikalischen Untermalung der Stummfilmen dienten

Die automatische Unterhaltung wurde mit dem Ende der Prohibition in den Vereinigten Staaten 1933 enorm nachgefragt. Vor allem in der Gastronomie des Landes erfreuten sich die münzbetriebenen Musikautomaten großer Beliebtheit. Die hohe Nachfrage war der Grund dafür, warum Wurlitzer mit seinem Unternehmen diesen Weg einschlug und damit in das Jukebox-Geschäft einstieg. Werbeoffensiven und weitreichende Öffentlichkeitsarbeit sorgten dafür, dass Wurlitzer in den USA einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent innehatte. Vor allem diejenigen, die neben dem Interesse für die Geschichte auch großes Interesse an der Technik der Geräte hatten, hatten am 1. April die Möglichkeit, sich alles genau anzusehen und auf alle Fragen interessante Antworten zu erhalten.