Endlich konnte man im Kasino von Lugano aufatmen, denn die Polizei nahm eine Gruppe von Männern, zu denen auch etliche Angestellte des Casinos gehörten, fest. Diese Leute haben sich unehrlich erworbene Gewinnsummen von umgerechnet 345.000 Euro ergaunert. Der Boss dieser Bande ist italienischer Staatsbürger und kommt aus dem schweizerischen Tessin.

Es wird angenommen, dass er mit einer kriminellen Organisation aus dem Norden Italien gemeinsame Sache machte, um noch in weitere Casinos einzudringen und diese im Laufe der Zeit massiv zu schwächen. In den vergangenen Monaten wurden sieben mutmaßliche Verdächtige, die in Verbindung mit dem Betrug in Lugano stehen sollen, festgenommen.

Die Nachforschungen festigen die Vermutung, dass die grauen Eminenzen dieses Vorhabens in Italien ansässig waren. Nach den Aussagen der Staatsanwaltschaft, ließ der Boss der Gaunerbande nichts unversucht, um die Angestellten zu Mittätern zu machen. Darunter befanden sich Mitarbeiter, die mit dem Auffüllen der Automaten betraut waren und sogar ein Croupier für das Roulettespiel.

Doch die Bande machte auch Fehler, denn ihre kriminellen Aktivitäten konnten mit Hilfe von Unterlagen, die das Casino zur Verfügung gestellt hatte, komplett aufgedeckt werden. Wo das gestohlene Geld versteckt ist, ist noch unklar.

Der Fall in Lugano ist der sechste dieser Art, bei der Casinomitarbeiter involviert waren. Leider verleitet das Auffüllen der Spielautomaten des öfteren dazu, Geld zu entwenden. Nun soll überlegt werden, wie man diesen Schwachstellen entgegenwirken kann.