Für Bergcasinos gibt es bereits eine bestehende Ausnahmeregelung. Diese besagt, dass der Tischspielbereich der Spielbanken für maximal 60 Tage pro Jahr geschlossen werden darf, sofern dieser keine angemessene Rentabilität mit sich bringt. Alle anderen Casinos müssen sich nach der Spielbankenverordnung richten, nach der der Tischspielbereich in Schweizer Spielbanken mindestens während der Hälfte der täglichen Öffnungszeiten geöffnet sein muss. Mit der Neuregelung, die bereits von Seiten des Bundesrats zur Vernehmlassung geschickt würde, würde es den Bergcasinos erlaubt sein, den Tischspielbereich für die komplette Nebensaison zu schließen.

Der Unterschied im Überblick:

Aktuell:

– Bergcasinos dürfen den Tischspielbereich während maximal 60 Tagen pro Jahr schließen

Nach der Neuregelung:

– Bergcasinos dürfen den Tischspielbereich während maximal 270 Tagen pro Jahr schließen

Sofern die Regelung tatsächlich verabschiedet werden wird, könnte sich die wirtschaftliche Lage entsprechender Bergcasinos, wie zum Beispiel Davos und St. Moritz, verbessern. Diese beiden Casinos haben bereits seit der Eröffnung Rentabilitätsprobleme. Nichtsdestotrotz ist hier von einer Schließung entsprechender Casinos noch nicht die Rede, da der Bundesrat überzeugt davon ist, dass es wichtig ist in den Berggebieten weiterhin Spielbanken zu betreiben.