Das Casinogeschäft boomt und die Umsätze der Betreiber werden dauerhaft gesteigert. Gleichzeitig wurde jedoch bemerkt, dass auch die Gewaltverbrechen vor Ort ansteigen und dies wird in gewisser Weise dem Geschäft mit dem Glücksspiel zugeordnet.

Vermehrt sind Meldungen zu den Themen Mord, Gewalt und verschiedenen Anschlägen zu lesen. Erst kürzlich wurde eine Meldung bekannt, dass ein gewaltsamer Anschlag auf einen einflussreichen Casino-Mogul vorgenommen wurde.

Insgesamt gibt es in Macau derzeit 33 Casinos und die Anzahl der Casinos wird voraussichtlich weiterhin steigen. Die Einnahmen dieser Branche belaufen sich derzeit auf eine Summe in Höhe von 33 Milliarden Dollar pro Jahr.

Das blühende Geschäft könnte für die Regierung demnach allen Grund zur Freude bieten, doch diese beschäftigt sich nun vermehrt mit der Sicherheit und der familienorientierten Planung. Dies lässt darauf schließen, dass die Gewaltverbrechen angewachsen sind und dass aus dem Glücksspiel eine Gefahr resultiert, die in den Griff bekommen werden muss.

Offensichtlich handelt es sich bei diesen Gewaltverbrechen um sogenannte Verteilungskämpfe, die in den 90er Jahren schon einmal für Schlagzeilen sorgten. Grund dieser Annahme ist ein überfall, der auf einen Casino-Mogul ausgerichtet war. Hierbei handelt es sich um den Besitzer des "Greek Mythology" Casinos, Mr. Ng Man Sun.

Der Angriff wurde von sechs Männern ausgeführt, während der Geschäftsmann nichtsahnend bei seinem Abendessen im eigenen Restaurant saß. Der übergriff war gewaltvoll und mit Keulen und Hämmern wurde der Unternehmer stark verletzt. Diese Art und Weise lässt auf die chinesische Mafia schließen, denn die Vorgehensweise erinnert an diese Organisation.

Neben übergriffen dieser Art ist auch die Anzahl der Morde in der Vergangenheit enorm angestiegen. Auch diese Morde stehen in gewisser Weise immer im Zusammenhang mit dem Glücksspiel. Aussagen zufolge wurden erst wenige Tage zuvor zwei Männer getötet, die mit Spielschulden belastet waren. Die Probleme scheinen in dieser Richtung anzuwachsen, vorrangig scheint es um Probleme mit Spielschulden und der Kreditfirma zu geben.

In Macau sind die Kreditfirmen enorm angewachsen, obwohl diese Kredite vor Ort illegal sind. Die Kreditinstitutionen werden Junk Operators genannt. Diese vergeben vor Ort Kredite in unbestimmter Höhe und schließen mit dem Kreditnehmer einen Knebelvertrag, in dem unglaubliche Rückzahlungs-Bedingungen verankert sind, ab.

Zum Beispiel Zinsen in enormer Höhe gehören zu einem solchen Knebelvertrag. Oftmals werden Familien, Freunde und Angehörige von den Kreditgebern mit einbezogen, wenn der Kreditnehmer nicht bezahlen kann. Auch Körperverletzung, Gewalt und Mord gehören hierdurch in der heutigen Zeit offensichtlich Zur Tagesordnung.