Auch in Salzburg ist der Jugendschutz in diesen Tagen ein brandaktuelles Thema. Hier wurde von Seiten des Landes Salzburg ein Gesetzesentwurf für das Glücksspielgesetz präsentiert.

Bei der Vizebürgermeisterin von Salzburg, Anja Hagenauer (SPÖ) löste dieser jedoch Ärger statt Freude aus. Warum? Weil ihrer Meinung nach der Jugendschutz nicht berücksichtigt wurde und der Gesetzesentwurf, im Falle einer Umsetzung, eine große Gefahr für Kinder und Jugendliche im Zusammenhang mit dem Glücksspiel bedeuten würde.

Hagenauer spricht sogar von skandalös, wenn es um den entsprechenden Gesetzesentwurf geht. Was dieser Gesetzesentwurf für das Glücksspielgesetz in Salzburg beinhaltet oder auch nicht beinhaltet:

– Mindestabstand zwischen Wettlokalen nicht vorgesehen

– Mindestabstand zu Schulen und Jugendeinrichtungen nicht enthalten

– Wettkundenkarte ab 18 soll eingeführt werden

– strengere Strafen sind eingeplant

Die Politiker scheinen in Bezug auf den Gesetzesentwurf uneinig zu sein. Während von der einen Seite darauf hingewiesen wird, dass strengere Strafen und eine Wettkundenkarte zum Schutz der Verbraucher eingeführt werden würden, plädiert Hagenauer weiterhin dafür, die Anzahl der Wettlokale zu reduzieren. Dies sei durch die Einführung von Mindestabständen möglich, so die Politikerin.

Als Gegenargument wird genannt, dass durch entsprechende Mindestabstände die Anzahl der Wettlokale auf ein Minimum zurückschrumpfen würde. Hagenauer interessiert dieser Ansatz jedoch offensichtlich wenig, denn sie betonte mehrfach, dass der Schutz von Jugendlichen und Kindern über dem Geschäft mit den Sportwetten stehen sollte. Offizielle Diskussionen sind noch für diesen Herbst im Landtag angesetzt.