Im Jahr 2011 wurde es dem Anbieter verboten weiterhin Online Glücksspiel dieser Art anzubieten und gleichzeitig dafür zu werben. Diese Entscheidung traf das Regierungspräsidium Karlsruhe.

Als Konsequenz daraus stellte das Glücksspielunternehmen erst einen Antrag, der von Seiten des Verwaltungsgerichts abgelehnt wurde. Bei einem zweiten Versuch konnte das Unternehmen beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg einen Erfolg feiern und dem Antrag auf vorläufigen Rechtschutz wurde stattgegeben.

Diese Entscheidung traf das Gericht mit Blick auf das Recht der Europäischen Union sowohl in tatsächlicher als auch rechtlicher Hinsicht. Dem Interesse des Unternehmens weiterhin das eigene Angebot präsentieren und bewerben zu dürfen wurde unter anderem deshalb von Seiten des VGH Baden-Württemberg stattgegeben.

Zwischen dem in Deutschland geltenden Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) und dem geltenden Europarecht bestehen noch immer Unterschiede und mit der Entscheidung des Gerichts wird in gewisser Weise auch gegen die Regelungen im Glücksspieländerungsstaatsvertrag verstoßen. In diesem ist nämlich das Verbot von Online Casinos und Online Poker vorgesehen. Eine Ausnahme machte das Land Schleswig-Holstein, welches ein eigenes Glücksspielgesetz verabschiedete und sowohl Online Poker, als auch Online Casinos und Sportwetten erlaubte.

In den übrigen Bundesländern sollen lediglich 20 Anbieter privater Sportwetten zugelassen und lizensiert werden. Nach dem Europarecht soll allerdings auch die Dienstleistungsfreiheit gewährleistet werden, die nach dem Gericht in diesem Fall des Glücksspielanbieters aus Malte nicht gegeben sei.

Durch die unterschiedliche Gesetzeslage könnte es sein, dass in Deutschland ein Verstoß gegen das unionsrechtliche Kohärenzgebot vorliegt. Diesem Verdacht soll in anderen Verfahren zu einem späteren Zeitpunkt weiter nachgegangen werden. Durch die bestehenden Unigenauigkeiten und Unsicherheiten entschied sich das Gericht für die Antragsstellerin und gab dem Ersuchen statt.