In der heutigen Zeit ist es fast schon keine Seltenheit mehr, dass Firmen und Privatpersonen Mails und Briefe mit Forderungen erhalten. Oftmals können sich die Empfänger nicht einmal daran erinnern, jemals mit dem Versender der Nachricht in Kontakt gewesen zu sein oder eine Leistung erhalten zu haben. Ähnlich geht es aktuell zahlreichen Empfängern von Briefen der „Deutsch-Europäische Collections Group“ (DE-C). Das Unternehmen mit Sitz in Aachen hat in den letzten Wochen zahlreiche Briefe versendet, in denen das Unternehmen im Namen des „Fachverbandes der Lotterie und Glückspielanbieter“ offene Beitragszahlungen fordert.

Was die Forderung beinhaltet:

  • Forderung der DE-C im Namen des „Fachverbandes der Lotterie und Glückspielanbieter“ nach offenen Beitragszahlungen
  • 795,00 Euro samt Mahnkosten und vorgerichtlicher Inkassokosten
  • bei Überweisung innerhalb von drei Tagen schrumpft der Betrag auf 315 Euro
  • Überweisung des Betrags auf ein bulgarisches Konto
  • bei Nicht-Zahlung angedrohte Folgen wie gerichtliches Mahnverfahren und Schufa-Eintrag

Rat von der Verbraucherzentrale

In Fällen wie diesen rät die Verbraucherzentrale eindeutig davon ab, Zahlungen zu leisten. Zahlungen seien nur dann zu leisten, wenn ein rechtsgültiger Vertrag geschlossen wurde. Sollte kein Vertrag geschlossen worden sein, so wird angeraten, der entsprechenden Forderung zu wiedersprechen. Der Wiederspruch muss zeitnah und nachweisbar erfolgen, denn auch wenn die Forderung unberechtigt ist, so kann eine Eintragung bei Auskunfteien wie der Schufa oder Infoscore die Folge sein. Auch eine Strafanzeige bei der Polizei wird angeraten, um sich selbst abzusichern. Bei Unsicherheit des Empfängers, ist es sinnvoll, wenn man sich die Forderung durch Nachweise belegen lässt. Beratungsstellen können in solchen Situationen helfend zur Seite stehen.