Die SPD hatte als Opposition bereits im Vorfeld ähnliche Forderungen kommuniziert, aufgrund dessen ist es aus Sicht der Grünen nun besonders wichtig, dass Gabriel sich schnell an die Umsetzung macht.

Genau betrachtet gibt es besondere Vorstellungen, die langfristig mehr Schutz vor der Spielsucht bieten sollen. Hierzu zählt zum Beispiel das Verbot des sogenannten Punktespiels. Dieses ist eine Art Trick der Glücksspielanbieter, um Verbote zu umgehen. Bei dem Punktespiel werden die Beträge, die in Form von Geld in die Spielautomaten eingeworfen werden, direkt in Punkte umgewandelt.

Auf diese Art und Weise können Regelungen in Bezug auf den Maximaleinsatz und den maximalen Verlust umgangen werden. Mit einem Verbot des Punktespiels könnten die Glücksspielanbieter dazu gezwungen werden, die Regelungen zu beachten und keine Ausweichmöglichkeit mehr einzuführen. So könnte ein besserer Schutz für die Spieler garantiert werden.

Die Spielverordnung wurde in Bezug auf diesen Punkt bereits abgeändert, denn schon im Sommer stand die Forderung von Seiten des Bundesrates im Raum. Bisher wurde diese abgeänderte Spielverordnung allerdings noch nicht in Kraft gesetzt, da erst noch die Zustimmung der Bundesregierung eingehen muss, bevor das Gesetz tatsächlich umgesetzt werden kann.

Auch nach Meinung der Suchtexperten dürfen Tricks dieser Art von Seiten der Glücksspielanbieter nicht länger geduldet werden. Die Regierung dürfe sich das nicht gefallen lassen, denn letztendlich kommt das nicht nur den Glücksspielanbietern zu Gute sondern schadet in erster Linie den Spielern die bereits süchtig sind oder es dadurch leichter werden können.