Zum ersten Mal im Laufe der Pokergeschichte hat ein Deutscher das Finale der World Series of Poker (WSOP) gewonnen. Der glückliche Deutsche heißt Pius Heinz und ist gerade einmal 22 Jahre alt.

Sein Gewinn des Abends betrug insgesamt 8,7 Millionen Dollar und natürlich die Ehre, als erster Deutscher Pokerweltmeister in die Geschichte einzugehen. Das Finale der World Series of Poker fand im Rio Casino in Las Vegas statt und die Spannung war den Teilnehmern anzumerken, so auch dem Deutschen. Die Karo Vier ermöglichte es dem jungen Mann am Ende als glücklicher Gewinner von 8,7 Millionen das Casino zu verlassen.

Doch nicht nur der Sieg eines Deutschen war eine Besonderheit des Finaltages, sondern auch, dass das "Heads-up" das längste der Geschichte gewesen sein soll. Doch nach dem Sieg durch Pius Heinz, war vor allem für ihn alles vergessen, im ersten Moment sogar das Preisgeld, welches auf dem Pokertisch liegen blieb, während der junge Mann den Sieg mit seinen Fans feierte und sich von Konfetti und Glückwünschen überhäufen ließ. Im Anschluss gab Heinz an, dass dieser Sieg der Traum eines jeden Pokerspielers sei und er diesen nun schon in so jungen Jahren erreicht hatte, was er danach selber noch kaum fassen konnte.

Das finale Duell lieferte Heinz sich mit dem Tschechen Martin Staszko. Am Ende konnte der junge Deutsche, mit dem weißen Kapuzenpulli als Markenzeichen, dank Anna Kurnikowa den Sieg nach Deutschland bringen. Anna Kurnikowa wird beim Poker der Ass König genannt, was durch den Spruch "sieht gut aus, gewinnt aber selten" begründet wird. Boris Becker, der in der Pokerszene bekannt und geschätzt ist, wird noch in diesem Jahr auf den frisch gebackenen Weltmeister treffen und gegen ihn Spielern. Nach dem Sieg bei der WSOP sagte Becker, dass ihn der Sieg durch einen Deutschen besonders freue und stolz mache.

Heinz war schon vorher bei den Experten als ein sehr aggressiver Spieler bekannt, der gerne mal ein Risiko eingeht. Der junge Deutsche habe das Pokerspiel im Internet gelernt, wie es heute die jungen Leute meistens tun. In der jetzigen Generation gehe es laut Experten mehr um Strategie, Taktik und Rechnen, während die Pokerspieler der alten Schule sich damals und heute noch vorrangig auf ihre Intuition verließen und verlassen.

Neben dem Pokerspiel, welches Heinz erst seit wenigen Jahren verfolgt, ist er Student in Wirtschaftspsychologie. Neben dem Weltmeistertitel ist er außerdem der zweitjüngste Sieger in der Geschichte der WSOP. Er selbst gibt sich in Interviews nach dem Sieg bescheiden und sagt, dass er keine großen Pläne mit der Prämie habe.

Ein wenig finanzielle Unterstützung möchte er der Familie zukommen lassen, jedoch habe er selber keine größeren Wünsche. Sein nächster Wunsch sei ein wenig Ruhe und Erholung im Kreise seiner Familie nach diesen aufregenden Tagen, so der junge Pokerweltmeister nach dem Sieg.