Mit der neuen Vergnügungssteuersatzung mussten die Betreiber höhere Abgaben an Steuern an die Stadt verbuchen und sahen sich bereits selbst in der Existenz gefährdet. Statt Existenzverlust kann sich Stadt sich nun, nach zwei Jahren, enorm über besonders hohe Einnahmen in den Staatskassen freuen. Die Erwartungen der Stadt Trier wurden hierbei bei weitem übertroffen.

Die Einnahmen belaufen sich derzeit auf zwei Millionen Euro im Jahr. Noch vor der Erhöhung der Vergnügungssteuer, lagen die Einnahmen bei einer Summe von rund 600.000 Euro pro Jahr. Der Steuersatz wurde nach und nach angepasst und es kann in Trier auch nicht die Rede davon sein, dass dieser über der Norm läge. Dadurch, dass in anderen Regionen, der Steuersatz viel höher liegt, war der Aufschrei der Automatenindustrie in Trier nicht ganz so laut, trotzdem einige Betreiber sich über die zusätzlichen Abgaben ärgerten und beschwerten.

Für die Spielhallenbetreiber wirkt sich der neue Steuersatz insofern aus, als dass eine viel höhere Abgabe fällig wird. Während es sich bei den Abgaben zuvor meist um einen geringen Betrag im zweistelligen Bereich handelte, so wird der neue Steuersatz anhand der Einnahmen eines Etablissements berechnet.

Der genaue Steuersatz liegt bei 12 Prozent, welche von den Einnahmen der Etablissements jeweils abgezogen werden. Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Jahr 2009 wurde in 2011 das überarbeitete Landesgesetz verabschiedet, in dem festgelegt wurde, dass die Gemeinden die Vergnügungssteuer anheben sollten. In Trier erhoffte man sich durch diese Steuererhöhung einen ansehnlichen Geldsegen. Dieser wurde in Bezug auf die Erwartungen der Stadt sogar noch übertroffen.