Es ist üblich, dass Lottospieler sich zu Tippgemeinschaften zusammentun. Hierbei spielen mehrere Lottospieler in einer Gruppe zusammen. Letztendlich heißt das, dass die Spieler, die gemeinsam einen Tippschein ausfüllen, eigentlich auch einen Gewinn aufteilen müssten.

Klappt dies in der Realität? Auch in Spanien gibt es Zocker, die sich beim Lottospielen zusammentun. Aktuell wirft in Spanien genauso eine Tippgemeinschaft für Unsicherheit, denn es ist ein Gewinn eingetroffen, doch muss dieser tatsächlich geteilt werden oder kann es nur einen Gewinner geben?

Die Tippgemeinschaft, um die es bei dem Fall in Spanien geht, sind Mitarbeiter von Spaniens Sozialistischer Arbeiterpartei (PSOE). Für die Partei war das Jahr 2016 nicht das Beste, es gab viele Unstimmigkeiten, was auch das Fehlen eines Vorsitzenden seit drei Monaten erklärt. Neben den Problemen innerhalb der Partei freuten sich die Mitarbeiter in diesen Tagen, dass sie eine gute Neuigkeit verkünden konnten. Eine Tippgemeinschaft der PSOE hatte eines der Glückslose der Weihnachtslotterie El Gordo gezogen. Hierbei gab es jedoch ein Aber, denn offensichtlich können sich die Kollegen nicht einigen, wem der Lottogewinn nun zusteht.

Die Fakten zum Lottoärger bei der Arbeiterpartei:

  • Loskauf bei der Lotterie El Gordo durch Juan Miguel Rojo, Mitarbeiter der PSOE-Parteizentrale in Madrid
  • insgesamt fünf Lose mit der richtigen Zahl
  • Kollegen vermuten, dass die Lose ein Geschenk der Lottoannahmestelle für die Mitarbeiter der Partei waren
  • wenn sich die Vermutung bestätigt, müsste der Gewinn aufgeteilt werden
  • Rojo möchte den Gewinn für sich beanspruchen

Streit zum Jahresende

Die Geschichte von Rojo klingt ganz anders als die der Mitarbeiter, beide Geschichten könnten der Wahrheit entsprechen. Der Angestellte habe mehrere Lose mit unterschiedlichen Nummern verkauft. Einige Nummern hatte er weitergegeben beziehungsweise an Kollegen verkauft. Bei diesen Losen trat kein Gewinn ein. Zudem hatte der Angestellte fünf Lose mit der Gewinnzahl 66513 erworben, die er für sich behalten wollte. Hier entschied er jedoch, einige der Lose gegen andere Nummern mit den Kollegen zu tauschen und zusätzlich packte er zwei der Lose in einen gemeinsamen Topf. Die Gerüchte, dass Rojo die Lose gar nicht gekauft haben könnte, kamen erst dann auf, als klar war, dass die Lose einen Gewinn in Höhe von zwei Millionen Euro wert sind. Hier wird deutlich, dass Geld gierig machen und auch zwischen Kollegen zum Streit führen kann. Wie die Mitarbeiter sich einigen werden ist bisher noch unklar.